Beiträge mit dem Schlagwort: Tiergeschichten

Heute im Wald :-)

Hundebesitzer unter sich: Frau Joschi trifft auf Herr Windhund (Hundebesitzer im Wald kennen sich nur bei den Hundenamen)

„Hallo!“

„Hallo!“

„Meine beiden haben den totalen Durchfall.“

„Och nee, is ja übel.“

„Ja, sehr übel. Die kacken alles voll. Rauf und runter. Überall.“

„Och ne, die armen Hundis. Was Falsches gegessen?“

„Habe den Hundesitter im Verdacht. Habe leere Tiefkühlpizzaschachtel im Müll gefunden.“

„Sauerei.“

„Ja.“

„Was ist denn mit Ihrem los? Der schnüffelt wie irre an meinen herum!“

„Der ist notgeil.“

„Ach was.“

„Ja, ist notgeil. Hat letzte Woche nämlich gepoppt. Wird Papa jetzt.“

„Ach wirklich, gepoppt?“

„Ja, gepoppt.“

„Na, das ist aber schön, dann geht es ihm jetzt sicher wieder besser.“

*betretenes Schweigen* *wissendes Kopfnicken*

„Gut, dann geh ich mal, Gewitter kommt. Tschüss!“

„Tschüss!“

Fragt mich jetzt bloß nicht, wie der Typ heißt.

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Hundesalat

Boah, BIN ich müde heute, geht euch das auch so? Ich wollt noch ein bisschen über meine Hundemeute quatschen. Dachte mir, einige von euch haben defizitären Hundestau 😉 Das kleine Joschilein, mein altes, wuscheliges Tibet-Terrier-Rauhbein ist trotz seiner 12 Jahre topfidel. 2013 war nicht ja so sein Jahr, nachdem wir ihm einen Hormonchip haben verpassen lassen (wegen Dauer-Notgeilheit), baute er zusehends ab. Wurde erst fett, dann schlapp und depressiv. Dieses agile, kämpferische Bürschchen hatte irgendwie keinen Bock mehr. Weder auf Mädels, noch auf Spaziergänge, nicht mal auf lohnenswerte Kämpfe, nein, das Einzige, was ihn interessierte, war sein Fressnapf. Auch mit dem Pferd ins Gelände mitkommen, was bei ihm eigentlich unmittelbar nach Gott kommt, wollte er nicht mehr. Im Sommer lag er nur noch drinnen im Schatten. Wir dachten schon, es sei sein letzter Sommer und ich beobachtete ihn sorgenvoll und mit feuchten Augen. Und dann, urplötzlich, letztes Jahr im späten September, beschloss er, wieder mit dem Pferd mitzukommen.  Die ersten 3-4 Mal watschelte er mir wie eine Ente hinterher, aber dann, TURBO, im Galopp mitrasen und alles. Er nahm auch wieder etwas ab. Und toitoitoi ist er bis heute fit, mitunter sogar fit wie ein Turnschuh, spielt, rast herum, springt. Ich liebe ihn einfach, diese treue Seele, meinen besten Kameraden, der morgens vor dem Badezimmer auf mich wartet, nachts zu mir ins Bett kommt und mich mit Zähnen und Klauen beschützt, wenn ich krank bin. Ein paar Kämpfe hat er seitdem auch wieder hingelegt. Vor 3 Monaten meinte er sich mit einer doppelt so großen, dominanten Australien Shephard Hündin anlegen zu müssen, was ihm zwei beeindruckende Löcher in der Flanke und einen schmerzhaften Tierarztbesuch einbrachte. Und heute musste er unbedingt am gleichen Stein rumschnüffeln, an dem schon ein Rottweilermix herumschnüffelte, den er dann sinnvollerweise versuchte, wegzuknurren. Sagen wir es mal so: Zum Glück hatte ich meinen Regenschirm dabei, mit dem ich beherzt auf den Rottweiler eindrosch, bis er Joschi wieder ausspuckte. Das Herrchen war übrigens beleidigt.

Kayra, unser süßer Türkeiimport ist jetzt 2. Sie ist entzückend. Sie und Joschi sind wie Pech und Schwefel. Wehe, einer von ihnen kommt in Bedrängnis, schon naht Unterstützung. Kayra ist schnell wie der Wind, alles deutet auf einen Anteil Windhund in ihr hin. Und sie ist ein kleines Raubtier. Raubtier+Windhund=Jagderfolg. Ein Eichhörnchen musste bereits daran glauben. Aber dabei blieb es bislang, denn sie lässt sich hervorragend abrufen. Obwohl, ein kleiner aus dem Nest gefallener Vogel, den Joschi aufspürte und den er mit den Pfoten ein wenig herumschupste, ist jetzt in ihrem Magen. Teamwork. Kayra ist sehr verspielt und liebt es, mit anderen Hunden wild und heftig Fangen zu spielen. Auch einem Sprung ins Wasser ist sie nicht abgeneigt. So groß, wie sie im im Austeilen von wilden Spielanremplern ist, so klein ist sie im Einstecken derselben. Jault sich dann zu Tode und klemmt sich einem zwischen die Beine. In letzter Zeit erprobt sie ihre Stärke, aber ohne Aggression. Ihre anfängliche Aggression Fremden gegenüber, die uns eine längere, besucherfreie Phase einbrachte, ist Gott-sei-Dank vorbei. Sie stellt niemanden mehr vor der Toilette, bis er Hilfe ruft, schleicht sich nicht mehr von hinten an und zwickt in die Waden und unsere Putzfrau ist jetzt auch ihre Freundin. Sie entwickelt sich langsam zu einer Schmusebacke. Es war wohl doch die Unsicherheit und Angst, die sie anfangs umtrieb.

Ich habe hier noch ein paar schöne Fotos von meinen süßen Hundis:

Bettelhundi

 

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KayraWasser1

 

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Kleine Hundewurst

Hier ist sie, die kleine Hundewurst 🙂 Namens Chikita, genannt Chiki, Chika, Chikili, Chikitinchen. Vater Mops, Mutter Chihuahua. Ich finde, man sieht beides. Ein richtiger Sonnenschein, immer gut gelaunt, im Herzen eine große Entdeckerin, völlig angstfrei, sehr mutig und vertrauensvoll und unglaublich lieb. Sie ist aus Spanien, aus der Tötungsstation und über den Tierschutz vermittelt. Seit 4 Wochen ist sie jetzt in unserer Familie und nun 5 Monate alt. Sie ist bereits eng mit Kayra, unserer kleinen Türkin, befreundet, die beiden lieben sich heiß und innig. Joschi, der alte Scherge, ist not very amused, aber gnädig. Ab und an darf sie ihm die Schnauze lecken. Kurz. 🙂

 

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Chiki und Kayra, very much in love.

Chiki1

 

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Joschi (beleidigt)

Chiki4

 

 

Chiki, die Spülhilfe

Chiki

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Dick, doof, hässlich war gestern :-)

Bin heute nicht mehr hässlich und doof, nur noch bisschen dick. Weiß auch nicht, was mit mir gestern los war. Ich vermute, irgendsoein Hormondingsbums. Jedenfalls habe ich heute ein gesundes, leckeres Frühstück zu mir genommen und bin mit meinen Hundis in den Reitstall gefahren – im Regen. Würg. Regen war auch den ganzen Tag lang gemeldet. Würg. Als ich im Stall ankam, brach aber überraschenderweise die Wolkendecke auf und offenbarte eine zunächst etwas schüchterne Herbstsonne, die mit der Zeit immer mehr an Selbstvertrauen gewann. Ich stellte mein Pferdemädel auf den Winterpaddock in die Sonne und mistete gut gelaunt zuerst ihre und dann die Nachbarbox aus, da mein Boxnachbar mehr oder weniger eingegipst kam. Der hatte gestern nen echten Scheißtag. Dagegen war mein „dick, doof, hässlich“ nur rosa Ponyhof.

Meine Hundis genossen den Stallvormittag in vollen Zügen: Joschi jagte in allen offenstehenden Boxen Mäuse. Wie immer erfolglos. Er hat aber, was das anbelangt, eine extrem hohe Frustrationsgrenze. Der Weg ist das Ziel 😉 Kayra bespielte zuerst Mailo, dann Bine und anschließend Erna. Und zwar abwechselnd im Misthaufen, im Schlamm und dann im Stroh. Joschi ging ab und an dazwischen und rief das Jungvolk zur Ordnung, woraufhin die drei Jungspunte wie die Orgelpfeifen im Stroh saßen und warteten, bis Caligula wieder zum Mäusejagen verschwand. Den Vogel hat heute aber eindeutig unser Hofhund abgeschossen. Er, ein großer, schwarzer Rüde, der ein wenig wie ein Höllenhund aussieht, ist immer für Überraschungen gut. Versteckt sich gerne mal im Traktor, lässt sich mit seinen 50 Kilo im Schubkarren umherfahren, was man halt so macht. Heute tauchte er plötzlich auf, scheinbar aus dem Nichts und sah aus wie eine übriggebliebene Gestalt aus der Halloweennacht. Wir rekapitulierten, dass er folgende Stationen durchlaufen haben musste: Schlamm, Wasser, Misthaufen, Strohhaufen, Reithalle (Sand). Die Reihenfolge ließ sich nicht mehr feststellen 😛

Nach einer schönen Mittagsrast waren wir, mein lieber Gatte und ich, noch 1 Stunde Nordic Walken, noch immer in der Sonne, ein runder Sonntag, würde ich sagen. Ich hoffe, euer Sonntag war auch schön und ihr startet erholt und heiter in die neue Woche.

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Dreier-Bande :-)

Und hier ein Foto von unserer Dreierbande: Joschi, Kayra + Luna, unser Ferienhund.

 

3Hunde

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Gasthund und beleidigte Stammhunde

Wir haben seit gestern Abend für 1 Woche einen Gasthund. Luna, eine stattliche Golden-Retriever-Hündin. Kayra, unsere 1 1/2-jährige, türkische Mitbringselhündin (ARME, herrenlose Strand-Straßen-Mausiputzi-Hündin) offenbart völlig neue Seiten. Ihre Aas-Seite: Alles hier ist meins. Mein Teppich, meine Lampe, meine Küche, mein ALLES. Joschi, unser wuscheliger, schwarzer Tibet Terrier, mittlerweile ein älterer Haudegen, ist einfach nur beleidigt. Luna ist ständig gut gelaunt, läuft schwanzwedelnd durchs Haus und will Liebe. Kayra bewacht sie auf Schritt und Tritt und flüstert ihr ins Ohr: „Alles meins!“ Joschi kotzt das an.

Gestern hat Kayra demonstrativ in Luna´s Sichtweite auf den Teppich gepinkelt, im Garten ein Riesenloch gebuddelt und ihr Fressen binnen weniger Sekunden verschlungen. Luna ist aus dem Garten ausgebrochen und hat 2 Jungs den Fußball geklaut. Außerdem ist sie mit ihren 40 Kilo bereits mehrfach auf meinen gebrochenen Zeh gestiegen. Joschi ist beleidigt.

Hier ist es gerade sehr lustig. Aber es wird. Eigentlich sind Kayra und Luna gute Freundinnen. Kayra muss allerdings noch etwas an ihrer Gastfreundschaft arbeiten. Draußen spielen Kayra und Luna, wetteifern im Hören und mobben im Duo andere Hunde, Eichhörnchen und Fahrradfahrer. Joschi trottet beleidigt hinterher und knurrt alles an.

Jetzt liegen sie hier alle zu meinen Füßen und schmachten mich an. Die süßen Spacken 🙂

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Wanderritt durch die Puszta: Gastfreundschaft und fiese Busfahrer

Auch in Ungarn ist es so, dass die Menschen auf dem Land irgendwie gastfreundlicher sind als in der Großstadt. In der Puszta sind die Menschen sehr herzlich (bis auf die Nationalpark-Trappe-Schutztruppe ;-)). Sie winken einem beim Vorbeireiten zu, freuen sich, und die Autofahrer hupen beim Vorbeifahren spontan und laut. Letzteres war mit wiederholtem Fast-vom-Pferd-fallen verbunden 😉 In unserem Dorfgasthof waren sie besonders nett. Wir wurden essensmäßig so verwöhnt, dass sogar die elastische Reithose eng wurde. An einem Abend hatte der Rotwein Kork. Als wir Arpad baten, dies dem Wirt zu sagen, gab es eine große Sache deswegen. Zuerst der Wirt und dann der Rest der Küchenbesatzung kamen einer nach dem andern dazu, probierten den Wein, redeten gefühlte Stunden darüber, gestikulierten und schleppten schließlich mehrere Weinflaschen zur Probe an. Ein Mordsspektakel. Generell fiel mir in Ungarn auf, dass Ungarn sehr redselig sind. Sehr sehr redselig. Jedes kleine Ding wird wortreich und ausgiebig durchdiskutiert. Wenn man nichts versteht, steht man fassungslos daneben und fragt sich, was es da so viel zu reden gibt. Fragten wir Arpad, erhielten wir erstaunliche Antworten: „Der Mann wollte wissen, wie viel Uhr es ist.“ 

Kein Wunder, dass die Menschen auf dem Land so freundlich sind, es ist ja auch so schön dort 🙂

 

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In der Großstand Budapest hingegen sind die Menschen auffallend unfreundlich. Warum auch immer. Jedenfalls wurde ich in einem dieser Hop on Hop off Busse das erste mal im Leben von einem Busfahrer als Idiot beschimpft. Ich saß im Oberdeck des Busses und stützte meine Füße vor mir auf der Ablage ab. Nur so ein bisschen. Plötzlich kam der Busfahrer hochgeschossen, mit einer riesigen Sprühflasche bewaffnet und beschimpfte mich völlig unvorbereitet und sehr laut: „Du Füße Scheibe! Warum du Füße Scheibe? Steht hier Füße Scheibe? Steht hier nix Füße Scheibe!“ Dann folgte eine ungarische Schimpfkanonade und, begleitet von einem mörderischen Blick, das Wort „Idiot!“ Ich war echt fassungslos. Zum Einen hatte ich meine Füße nix an Scheibe gehabt und zum Andern, weil ich in einem öffentlichen Verkehrsmittel noch nie als Idiot beschimpft wurde. Spontan wollte ich ihn hauen, mich mit ihm zeternd durch den Bus rollen, da mich meine Mädels aber am Ärmel festhielten und meinten, sie hätten null Bock aus dem Bus zu fliegen, begnügte ich mich mit einem ebenso verächtlichen: „Du total komplett blöder Idiot. Scheiße Eier von Trappe!“ Aber wie gesagt, auf dem Land sind sie nett, die Ungarn.

Tja, ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich eine traumhaft schöne Woche hatte, einmal mehr froh war, eine Reiterin zu sein und die Puszta auf dem Pferderücken erkunden zu dürfen und einmal mehr feststellte: Mädels unter sich haben ganz schön viel Spaß 😉

 

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Bye-bye Ungarn, bis zum nächsten Mal! Mein Reisebericht ist hier zu Ende. Wenn es euch gefallen hat, dürft ihr euch schon auf meinen nächsten Reisebericht freuen, denn Mitte November geht es für 3 Wochen nach Chile 🙂

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Wanderritt durch Ungarn: Ungarische Post

Fas hätte ich es vergessen: eins der vielen Highlights meiner Ungarnwoche! Ich hatte Glück, auf einem der Übernachtungs-Reithöfe eine Darbietung der Reitkünste der ungarischen Csikos erleben zu dürfen. Just in time kamen wir auf dem Hof an, als die Vorstellung los ging. Der absolute Wahnsinn! Weil ich gerade eine faule Feiertags-Katerwolf bin, bediene ich mich hier einer kleinen aber feinen Beschreibung aus Wikipedia:

Als Csikós (kroat. und serb. čikoš), vereinzelt auch Tschikosch, bezeichnet man einen ungarischen Pferdehirten. Pferdehirten waren einst im gesamtenungarischen Königreich unterwegs. Die ungarische Puszta gilt als Heimat der Pferdehirten. Sie sind bekannt für ihre Dressurleistungen und Reitkünste. Heute noch kann man bei Hortobágy oder Tahitótfalu Vorstellungen der Reitkünste besuchen.

Ein Beispiel für die artistischen Leistungen der Pferdehirten ist die Formation ungarische Post, bei welcher der Csikós auf dem Rücken zweier Pferde steht, während er drei weitere Pferde als Gespann vor sich traben lässt.

Der Csikós ist nach dem Rinderhirten (ung. gulyás) der angesehenste unter den ungarischen Hirten.

Diese Pferdehirten sind übrigens schnatze Bürschchen. Hier ein paar Fotos, die für sich sprechen:

 

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Abends ging in der Pension die ungarische Post übrigens weiter 😉 Nicht, dass ihr denkt, die Katerwolf ist jetzt ein Alki, aber in der Puszta kein Alkohol trinken, det jeht nich, wa? Jedenfalls fühlte ich mich zu den Klängen einer typisch ungarischen combo zu einer spontanen tänzerischen Tanzeinlage verleitet, die mir viel Beifall brachte. Die Musiker waren sehr von mir begeistert. Als Dank kamen sie zu unserem Tisch und befiedelten uns ziemlich lange direkt ins Ohr, was mir den Unmut meiner kleinen Reisetruppe einbrachte *grins*

 

 

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Wanderritt durch die Puszta: Pumis, Pulis, Kommondore

Wo ich bin, sind Hunde.  Natürlich auch, wenn ich einen Wanderritt durch Ungarn mache. In Ungarn gibt es tolle Hunde.  Wenn man an Bauernhöfen und durch kleine Dörfer reitet, wird man von Hunden begrüßt, verjagt, beschmust und beobachtet. In Ungarn gibt es tonnenweise Pumis, Pulis und Puli-Pumi-Mix und alle möglichen Mischlinge. Auf dem Land am Verbreitetsten sind die Pumi, Puli und Pumi-Pulis 🙄 Ich liebe seitdem Pumis. Für immer. Das sind unglaublich drollige Hunde. Sehen fast genauso aus wie mein Joschi (Pumi und Tibet Terrier sind genetisch verwandt), sind aber hochbeiniger und das Fell ist etwas verknoddelter. Die Pulis haben regelrechte Dreadlocks und sehen aus wie Mini-Bob Marleys. Ich denke mal, einen Pumi oder Puli zu bürsten gleicht einer Folter. Für beide Seiten. Jedenfalls steht für mich fest, dass ich irgendwann einmal unbedingt einen Pumi haben möchte. Sie sind sehr lustig und liebenswert. Hier ein Pumi-Exemplar:

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Hundemäßig ging für mich in Ungarn einer meiner Träume in Erfüllung. Einen Komondor zu sehen und anfassen zu dürfen. Auf einem der Reiterhöfe, auf dem wir einkehrten, lebt einer. Der Komondor ist ein Hund, dessen Beschreibung allein respekteinflößend ist. Den Komondor ließ man früher und auch heute noch, wenn auch seltener, zum Schutz gegen Wölfe und Bären bei der Herde. Man sagt ihm nach, dass er hochintelligent ist, seine Entscheidungen selber fällt und unbestechlich ist. Auf die Frage, ob er erzogen ist und in der Hundeschule war, lachte die ganze Familie: „Hundeschule? Komondor in Hundeschule? Das geht nicht. Überlebt weder Hundetrainer, noch andere Hunde!“ Das hört sich jetzt so an, als sei er eine Bestie. Ist er nicht. Er passt halt auf. Und er mag keine Fremden in seinem Revier, wenn sein Herrchen weg ist. Er übernimmt die Verantwortung für Haus, Hof und Vieh dann in aller Konsequenz. Man sagt auch, der Komondor greift lautlos aus dem Nichts an. Das durfte ich selbst erleben. Als ich zur Toilette hinters Haus ging, schaute ich mich ausgiebig nach allen Seiten um, ob der Komondor in der Nähe ist. Weit und breit kein Komondor. Ich machte einen winzigen Schritt vorwärts. Komondor am rechten Knie. Wie eine Statue. Keine Ahnung, wo diese Masse an Tier so plötzlich herkam. Gruselig. Das demonstrierte er gleich mehrfach. Wenn ein Komondor ohne Herrchen in der Nähe ist, möchte man weder Wolf, Bär, noch sonst wer sein. Wir aber erlebten den Komondor im Beisein seiner Familie. Und erlebten einen Komondor, der sich von der Tochter des Hauses sowie einer Katze reiten ließ, wilde Sprünge machte und meinen Schmeicheleien erlag (Gesamtvorrat an mitgebrachten Leckerlis) und mir am Ende unzählige Hundeküsse auf die Nase gab. Ich habe einen Komondor angefasst, gestreichelt, mit ihm gespielt und wurde von ihm geküsst. Ich bin glücklich.

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Dennoch würde ich für den Hausgebrauch einen Pumi vorziehen. Hat man einen Komondor lebt man sehr einsam. Ein Pumi hingegen ist gesellig und ein echter KumpelP1010438

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Mit einem Pumi kann mann übrigens auch wunderbar Sonnenuntergänge schauen und dabei ein Bier trinken. Wenn niemand Sonnenuntergang gucken mitkommen will, weil es zu kalt, zu heiß, zu spät, zu wasauchimmer ist, ein Pumi kommt mit. Setzt sich neben dich und schaut ernsten Gesichtes, wie die Sonne untergeht. Das hat was. Und hier einer der schönsten Sonnenuntergänge, die ich je sah. Sonnenuntergang über der Puszta.

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Wanderritt durch die Puszta: Zauber der Puszta

War einer von euch schon mal in Ungarn? Ungarisch gehört zu einer der unlernbaren Sprachen dieser Welt. Etwa so wie finnisch und tibetisch. So wundert es nicht, dass die Sprachen verwandt sind (soweit ich jedenfalls weiß). Ungarisch versteht man einfach gar nicht. Null. Nada. Nix. Sogar das Wort nein heißt igen (oder so). Ich gelte gemeinhin als sprachbegabt, lerne Sprachen schnell, aber bei ungarisch versagt mein Sprachlernzentrum komplett. Ich bin halbe Ungarin *flüster*, habe die Sprache aber leider nie gelernt. Ich habe mich wirklich bemüht, in dieser Woche etwas zu lernen, aber das einzige Wort, dass mir am Ende hängengeblieben ist, ist mocucz, was soviel bedeutet wie Eichhörnchen. Was sich übrigens als sehr wertvolles Wort erwies, wie ich beim Besuch eines Budapester Weinkellers erfuhr. Ich wollte mit meiner Freundin eine kleine Weinprobe machen, soff mich mit dem Weinkellerbesitzer mächtig fest, und da weder englisch, noch deutsch als gemeinsame Kommunikationsebene möglich war, stießen wir einfach an (sehr oft) und sagten mokucz! Übrigens hieß ich auch mocucz, kam aus mocucz, war mit mocucz verheiratet und meine Kinder und Hunde hießen auch alle mocucz. Ein sehr lustiger Abend war das 🙂

Arpad, unser Reitführer, sprach recht gut deutsch. Es machte großen Spaß, ihm zuzuhören. Er erinnerte mich in gewisser Weise an meinen Vater. Wie er teilte Arpad Menschen in 2 Kategorien ein. Kategorie 1: Freund. Kategorie 2: Total blöder Idiot (kein Freund). Steigerung: Komplett total blöder Idiot. Unvergesslich bleibt auch Arpads emotionale Darlegung, warum man in einem bestimmten Nationalpark nicht galoppieren darf. Hier eine kurze Zusammenfassung: In dem Park gibt es einen Vogel. So wie ein Truthahn. Mit bunten Federn. Genannt Trappe. Diese Trappe legt kreuz und quer, einfach überall, Eier. Und deshalb darf man dort nicht galoppieren. Oder, um es in Arpads Worten zu sagen: „Alles nur wegen Scheiße Eier von Trappe!“ Dieser Ausruf gefiel uns übrigens so gut, dass wir in prekären Situationen seitdem alle 4 sagen: „Scheiße Eier von Trappe!“  Beim Einparken die Mauer mitgenommen? „Scheiße Eier von Trappe!“  Vergessen, Klohpapier zu kaufen? Scheiße Eier von Trappe!“ Entsprechend sind alle möglichen Leute, die einem auf den Sack gehen, jetzt total blöde Idioten. Macht Spaß 🙂

Im Übrigen haben wir in den 5 Tagen nicht eine einzige Trappe gesehen und vermuten, dass es gar keine gibt und die Trappe Teil einer ungarischen Verschwörungstheorie ist. Jawoll.

Hab ich jetzt ganz das Reiten vergessen. Geritten sind wir nämlich sehr viel, durch die Puszta, fast 220 km. Ich war total begeistert, wie vielseitig und abwechslungsreich die Puszta ist. Ich dachte immer, Puszta ist Puszta. Von wegen. Jeden Tag entdeckte ich die Puszta aufs Neue und kam aus dem Staunen nicht raus. Seht selbst. Puszta ist nicht = Puszta.

Puszta 1

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Puszta 2

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Puszta 3

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Puszta 4

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Puszta 5

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Puszta 6

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Auf dem letzten Bild sieht man den Silberbaum. Ich weiß nicht, wie er richtig heißt, ich nenne ihn Silberbaum. Der baum hat grüne Blätter auf der einen Seite, und silberne auf der anderen Seite. Wenn der Wind hindurchrauscht, und das tut er in der Puszta ziemlich oft, zeigt der Baum seine Silberseite und kann es kaum fassen, wie unglaublich schön das ist. Arpas machte uns die Nase lang, dass die Puszta Ende April, Anfang Mai blüht und wir unbedingt wiederkommen müssen. Tja, das werde ich dann wohl tun müssen *seufz* Kommt ihr mit?

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