Beiträge mit dem Schlagwort: Joschi

Heute im Wald :-)

Hundebesitzer unter sich: Frau Joschi trifft auf Herr Windhund (Hundebesitzer im Wald kennen sich nur bei den Hundenamen)

„Hallo!“

„Hallo!“

„Meine beiden haben den totalen Durchfall.“

„Och nee, is ja übel.“

„Ja, sehr übel. Die kacken alles voll. Rauf und runter. Überall.“

„Och ne, die armen Hundis. Was Falsches gegessen?“

„Habe den Hundesitter im Verdacht. Habe leere Tiefkühlpizzaschachtel im Müll gefunden.“

„Sauerei.“

„Ja.“

„Was ist denn mit Ihrem los? Der schnüffelt wie irre an meinen herum!“

„Der ist notgeil.“

„Ach was.“

„Ja, ist notgeil. Hat letzte Woche nämlich gepoppt. Wird Papa jetzt.“

„Ach wirklich, gepoppt?“

„Ja, gepoppt.“

„Na, das ist aber schön, dann geht es ihm jetzt sicher wieder besser.“

*betretenes Schweigen* *wissendes Kopfnicken*

„Gut, dann geh ich mal, Gewitter kommt. Tschüss!“

„Tschüss!“

Fragt mich jetzt bloß nicht, wie der Typ heißt.

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Hundesalat

Boah, BIN ich müde heute, geht euch das auch so? Ich wollt noch ein bisschen über meine Hundemeute quatschen. Dachte mir, einige von euch haben defizitären Hundestau 😉 Das kleine Joschilein, mein altes, wuscheliges Tibet-Terrier-Rauhbein ist trotz seiner 12 Jahre topfidel. 2013 war nicht ja so sein Jahr, nachdem wir ihm einen Hormonchip haben verpassen lassen (wegen Dauer-Notgeilheit), baute er zusehends ab. Wurde erst fett, dann schlapp und depressiv. Dieses agile, kämpferische Bürschchen hatte irgendwie keinen Bock mehr. Weder auf Mädels, noch auf Spaziergänge, nicht mal auf lohnenswerte Kämpfe, nein, das Einzige, was ihn interessierte, war sein Fressnapf. Auch mit dem Pferd ins Gelände mitkommen, was bei ihm eigentlich unmittelbar nach Gott kommt, wollte er nicht mehr. Im Sommer lag er nur noch drinnen im Schatten. Wir dachten schon, es sei sein letzter Sommer und ich beobachtete ihn sorgenvoll und mit feuchten Augen. Und dann, urplötzlich, letztes Jahr im späten September, beschloss er, wieder mit dem Pferd mitzukommen.  Die ersten 3-4 Mal watschelte er mir wie eine Ente hinterher, aber dann, TURBO, im Galopp mitrasen und alles. Er nahm auch wieder etwas ab. Und toitoitoi ist er bis heute fit, mitunter sogar fit wie ein Turnschuh, spielt, rast herum, springt. Ich liebe ihn einfach, diese treue Seele, meinen besten Kameraden, der morgens vor dem Badezimmer auf mich wartet, nachts zu mir ins Bett kommt und mich mit Zähnen und Klauen beschützt, wenn ich krank bin. Ein paar Kämpfe hat er seitdem auch wieder hingelegt. Vor 3 Monaten meinte er sich mit einer doppelt so großen, dominanten Australien Shephard Hündin anlegen zu müssen, was ihm zwei beeindruckende Löcher in der Flanke und einen schmerzhaften Tierarztbesuch einbrachte. Und heute musste er unbedingt am gleichen Stein rumschnüffeln, an dem schon ein Rottweilermix herumschnüffelte, den er dann sinnvollerweise versuchte, wegzuknurren. Sagen wir es mal so: Zum Glück hatte ich meinen Regenschirm dabei, mit dem ich beherzt auf den Rottweiler eindrosch, bis er Joschi wieder ausspuckte. Das Herrchen war übrigens beleidigt.

Kayra, unser süßer Türkeiimport ist jetzt 2. Sie ist entzückend. Sie und Joschi sind wie Pech und Schwefel. Wehe, einer von ihnen kommt in Bedrängnis, schon naht Unterstützung. Kayra ist schnell wie der Wind, alles deutet auf einen Anteil Windhund in ihr hin. Und sie ist ein kleines Raubtier. Raubtier+Windhund=Jagderfolg. Ein Eichhörnchen musste bereits daran glauben. Aber dabei blieb es bislang, denn sie lässt sich hervorragend abrufen. Obwohl, ein kleiner aus dem Nest gefallener Vogel, den Joschi aufspürte und den er mit den Pfoten ein wenig herumschupste, ist jetzt in ihrem Magen. Teamwork. Kayra ist sehr verspielt und liebt es, mit anderen Hunden wild und heftig Fangen zu spielen. Auch einem Sprung ins Wasser ist sie nicht abgeneigt. So groß, wie sie im im Austeilen von wilden Spielanremplern ist, so klein ist sie im Einstecken derselben. Jault sich dann zu Tode und klemmt sich einem zwischen die Beine. In letzter Zeit erprobt sie ihre Stärke, aber ohne Aggression. Ihre anfängliche Aggression Fremden gegenüber, die uns eine längere, besucherfreie Phase einbrachte, ist Gott-sei-Dank vorbei. Sie stellt niemanden mehr vor der Toilette, bis er Hilfe ruft, schleicht sich nicht mehr von hinten an und zwickt in die Waden und unsere Putzfrau ist jetzt auch ihre Freundin. Sie entwickelt sich langsam zu einer Schmusebacke. Es war wohl doch die Unsicherheit und Angst, die sie anfangs umtrieb.

Ich habe hier noch ein paar schöne Fotos von meinen süßen Hundis:

Bettelhundi

 

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KayraWasser1

 

KayraWasser2

 

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Kleine Hundewurst

Hier ist sie, die kleine Hundewurst 🙂 Namens Chikita, genannt Chiki, Chika, Chikili, Chikitinchen. Vater Mops, Mutter Chihuahua. Ich finde, man sieht beides. Ein richtiger Sonnenschein, immer gut gelaunt, im Herzen eine große Entdeckerin, völlig angstfrei, sehr mutig und vertrauensvoll und unglaublich lieb. Sie ist aus Spanien, aus der Tötungsstation und über den Tierschutz vermittelt. Seit 4 Wochen ist sie jetzt in unserer Familie und nun 5 Monate alt. Sie ist bereits eng mit Kayra, unserer kleinen Türkin, befreundet, die beiden lieben sich heiß und innig. Joschi, der alte Scherge, ist not very amused, aber gnädig. Ab und an darf sie ihm die Schnauze lecken. Kurz. 🙂

 

chiki5

 

 

Chiki und Kayra, very much in love.

Chiki1

 

Chiki 2

 

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Joschi (beleidigt)

Chiki4

 

 

Chiki, die Spülhilfe

Chiki

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Dick, doof, hässlich war gestern :-)

Bin heute nicht mehr hässlich und doof, nur noch bisschen dick. Weiß auch nicht, was mit mir gestern los war. Ich vermute, irgendsoein Hormondingsbums. Jedenfalls habe ich heute ein gesundes, leckeres Frühstück zu mir genommen und bin mit meinen Hundis in den Reitstall gefahren – im Regen. Würg. Regen war auch den ganzen Tag lang gemeldet. Würg. Als ich im Stall ankam, brach aber überraschenderweise die Wolkendecke auf und offenbarte eine zunächst etwas schüchterne Herbstsonne, die mit der Zeit immer mehr an Selbstvertrauen gewann. Ich stellte mein Pferdemädel auf den Winterpaddock in die Sonne und mistete gut gelaunt zuerst ihre und dann die Nachbarbox aus, da mein Boxnachbar mehr oder weniger eingegipst kam. Der hatte gestern nen echten Scheißtag. Dagegen war mein „dick, doof, hässlich“ nur rosa Ponyhof.

Meine Hundis genossen den Stallvormittag in vollen Zügen: Joschi jagte in allen offenstehenden Boxen Mäuse. Wie immer erfolglos. Er hat aber, was das anbelangt, eine extrem hohe Frustrationsgrenze. Der Weg ist das Ziel 😉 Kayra bespielte zuerst Mailo, dann Bine und anschließend Erna. Und zwar abwechselnd im Misthaufen, im Schlamm und dann im Stroh. Joschi ging ab und an dazwischen und rief das Jungvolk zur Ordnung, woraufhin die drei Jungspunte wie die Orgelpfeifen im Stroh saßen und warteten, bis Caligula wieder zum Mäusejagen verschwand. Den Vogel hat heute aber eindeutig unser Hofhund abgeschossen. Er, ein großer, schwarzer Rüde, der ein wenig wie ein Höllenhund aussieht, ist immer für Überraschungen gut. Versteckt sich gerne mal im Traktor, lässt sich mit seinen 50 Kilo im Schubkarren umherfahren, was man halt so macht. Heute tauchte er plötzlich auf, scheinbar aus dem Nichts und sah aus wie eine übriggebliebene Gestalt aus der Halloweennacht. Wir rekapitulierten, dass er folgende Stationen durchlaufen haben musste: Schlamm, Wasser, Misthaufen, Strohhaufen, Reithalle (Sand). Die Reihenfolge ließ sich nicht mehr feststellen 😛

Nach einer schönen Mittagsrast waren wir, mein lieber Gatte und ich, noch 1 Stunde Nordic Walken, noch immer in der Sonne, ein runder Sonntag, würde ich sagen. Ich hoffe, euer Sonntag war auch schön und ihr startet erholt und heiter in die neue Woche.

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Gasthund und beleidigte Stammhunde

Wir haben seit gestern Abend für 1 Woche einen Gasthund. Luna, eine stattliche Golden-Retriever-Hündin. Kayra, unsere 1 1/2-jährige, türkische Mitbringselhündin (ARME, herrenlose Strand-Straßen-Mausiputzi-Hündin) offenbart völlig neue Seiten. Ihre Aas-Seite: Alles hier ist meins. Mein Teppich, meine Lampe, meine Küche, mein ALLES. Joschi, unser wuscheliger, schwarzer Tibet Terrier, mittlerweile ein älterer Haudegen, ist einfach nur beleidigt. Luna ist ständig gut gelaunt, läuft schwanzwedelnd durchs Haus und will Liebe. Kayra bewacht sie auf Schritt und Tritt und flüstert ihr ins Ohr: „Alles meins!“ Joschi kotzt das an.

Gestern hat Kayra demonstrativ in Luna´s Sichtweite auf den Teppich gepinkelt, im Garten ein Riesenloch gebuddelt und ihr Fressen binnen weniger Sekunden verschlungen. Luna ist aus dem Garten ausgebrochen und hat 2 Jungs den Fußball geklaut. Außerdem ist sie mit ihren 40 Kilo bereits mehrfach auf meinen gebrochenen Zeh gestiegen. Joschi ist beleidigt.

Hier ist es gerade sehr lustig. Aber es wird. Eigentlich sind Kayra und Luna gute Freundinnen. Kayra muss allerdings noch etwas an ihrer Gastfreundschaft arbeiten. Draußen spielen Kayra und Luna, wetteifern im Hören und mobben im Duo andere Hunde, Eichhörnchen und Fahrradfahrer. Joschi trottet beleidigt hinterher und knurrt alles an.

Jetzt liegen sie hier alle zu meinen Füßen und schmachten mich an. Die süßen Spacken 🙂

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Kleine Foto-Love-Story

Joschi ist nun schon 11. Ein stattliches Hundealter. Als waschechter Tibet Terrier hat er aber Chancen, ein Methusalem zu werden, denn Tibet Terrier werden gerne auch mal 18. Und Joschi wird 100. Weil ohne Joschi, das geht gar nicht. Einfach nicht dran denken *wegzauber*. Ab und an hat Joschi seine Einbrüche und will nicht spazieren gehen, nicht mit ausreiten, einfach nur vollgefressen unterm Tisch liegen und alles wegknurren, das ihn in irgendeiner Art beanspruchen will. Meist aber ist er fit wie ein Turnschuh.

Kayra, unser 14 Monate alter Türkei-Import bringt ihn auf Trab. Ok, manchmal nervt sie ihn. Einfach nur, weil es sie gibt. Aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, und Joschi ist ein sehr ehrgeiziger Hund. Der Kayra mittlerweile heiß und innig liebt. So grauenhaft er den Neuzugang am Anfang auch fand, so sehr liebt er ihn mittlerweile. Ein Arsch und eine Backe die beiden.

 

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Das absolute Highlight ist nach wie vor der gemeinsame Ausritt mit Lola, meiner mittlerweile auch schon 20-jährigen Stute. Die immer noch flott unterwegs ist. Joschi geht nicht mehr jeden Ausritt mit, ab und an bleibt er neuerdings im Stall und wartet auf uns. Mit hochgerecktem Kopf und gespitzten Ohren sitzt er am Auto und schaut in die Ferne. Wartet. Gestern kam er mit. Kayra freute das sehr. Sie, die in den letzten Monaten eine tolle Kondition aufgebaut hat, fühlt sich ohne Joschi immer ein bisschen verloren. Und ob ihr es glaubt oder nicht, Lola weiß ganz genau, ob nur 1 Hund oder beide Hunde dabei sind. Bleibt einer zurück, wird gewartet, der Hals nach hinten verrenkt, ich denke sie ist ein Hütepferd 😉 Gestern marschierte Joschi motiviert mit, galoppierte  im Trab und Galopp munter mit, das eine oder andere Mal sogar vorneweg.

 

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Wir wurden durch prachtvolle Spätsommer-Ausblicke belohnt.

 

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Es sind dies die Momente, in denen mein Herz vor lauter Glück schier überfließt. Gibt nichts Schöneres. Auf dem Pferderücken, meine 2 Hundis um mich, vor den Augen schöne Ausblicke. Dann ist alles gut.

Joschi ließ es sich nicht nehmen, als 1. im Reitstall einzulaufen, stolz wie Caesar. Er liebt das. Kayra sieht das gelassen, trabt entspannt hinterher und lässt ihm den Ruhm. Und so sehen müde und zufriedene Hunde nach dem Ausritt aus:

 

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Der Sommer

…neigt sich langsam dem Ende zu. Das Licht wird spätsommerlich und morgens und abends spürt man den Herbst auf leisen Füßen kommen. Aber es war ein herrlicher Sommer, Sonne satt, wochenlang ohne Pulli, lange Hose und festes Schuhwerk unterwegs. Vergessen ist die wochenlange Regenzeit, als man dachte, das war´s jetzt, der Sommer kommt nicht mehr. Denn er kam doch – und wie 🙂

Ich habe ein wenig Arme und Beine ausgestreckt. Nach dem anstrengenden 1. Halbjahr, mit Hausumbau, Umzug, Einrichten, schier ohne Ende und meinem Kranksein, dass sich 3 Monate lang hinzog und mich schwächte, bis ich mit den Zähnen knirschte. Aber dann kam der Sommer und mit ihm die Entspannung. Haus fertig, Garten fertig. Wieder gesund. Die letzten Wochen waren dann ein Genießen. Alle Sitz- und Liegegelegenheiten im Garten bevölkert, die Abende mit Familie und Freunden bei viel Rotwein ausklingen lassen, alles gut.

Der Sommerurlaub fand diesmal zu Hause statt. Zum Einen, weil ich gesundheitlich noch nicht auf der Höhe war und zum Andern, weil der Geldbeutel leer war. Kein Wunder! So fuhren wir mit den Hunden zum Häuschen am See und verbrachten eine wunderbare Sommerwoche dort. 1 Woche lang in der gleichen Bux und mit Flip-Flops an den Füßen, tagsüber die Nase im Segelboot-Wind, abends den Blick im Rotweinglas, auf der Terrasse, Grillteller auf dem Tisch, Schilf und abendlichen See vor dem Auge. Schön. Erholsam. Eine willkommene Auszeit für Körper, Geist und Seele. Letzte Woche meine Nachsorge, alles gut. Jetzt fühle ich mich erfrischt, erholt und freue mich auf die 2. Jahreshälfte.

Jetzt kommt die GUTE Jahreshälfte. Altweibersommer, Herbstbeginn, ich mag das. Im September fahre ich in die ungarische Puszta, 1 Woche Wanderreiten, juchuu. Und Mitte November fahren wir für 3 Wochen nach Chile, nochmal ganz laut JUCHUUU.

Und die lieben Hundis? Den geht es prächtig. Joschi und Kayra sind jetzt dicke Freunde. Wehe, einer wird von einem Fremdhund dumm angemacht, gleich springt der 2 wie ein Ninja hinzu. Und Angst (ich sag nur: Sommerfeuerwerk) wird gemeinsam ausgestanden, zitternd Po an Po. Joschi lernt gerade „TOT!“, langsam, aber es wird. Kayra ist dafür noch zu jung-doof. Sie gibt dafür Pfötchen. Stürmisch. Einer kann nur schwer ohne den andern. Joschi ist heute mit Herrchen an den See gefahren, alleine. Kayra kommt mit mir auf einen längeren Ausritt, das schafft Joschi nicht mehr. Jetzt liegt sie hier elend herum, die Kayra, Joschi-los.

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen Feiertag und ein schönes Wochenende, macht es gut und bis bald, eure Katerwolf

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Charles

Seit gestern sind wir um ein Familienmitglied reicher: Charles. Charles ist seiner Gattung nach ein Roboter. Genauer gesagt ein Rasenmähroboter. Ich liebe Charles. Ich muss jetzt nämlich nicht mehr Rasen mähen. Vielmehr kann man nun gemütlich bei einem Gläschen auf der Terrasse sitzen und zuschauen, wie Charles fast geräuschlos und unglaublich effizient den Rasen mäht. Das hat etwas ungemein Befriedigendes. Mein Mann hat Charles gestern beigebracht, wo er überall mähen soll, woraufhin Charles zunächst das ganze Grundstück abfuhr und kartographierte und alles brav speicherte. Es war irgendwie entzückend, ihn zu beobachten, wie er forsch in Löcher (von Kayra, unserem türkischen Neuzugang, Marke Strandhund, ausgebuddelte, wohlgemerkt) fuhr und stecken blieb, wie er gegen diverse andere Gegenstände stieß, z. Bsp. Büsche, Liegestühle und Bäume und dann jedesmal stehenblieb. Man konnte förmlich sehen, wie es in ihm arbeitete, bevor er schließlich das Hindernis als solches erkannte und weiterfuhr. Wenn Charles müde ist, fährt er brav zu seiner Ladestation, lädt sich auf und fährt dann frisch geladen wieder los. Mein Mann liebt Charles auch. Gestern Abend lief er ihm den ganzen Abend hinterher, wie einem Hundewelpen, der Laufen lernt, sah ihm zu, hob ihn geduldig aus Kayras Buddellöchern, verstopfte die Buddellöcher mit Tannenzapfen (die Kayra wieder herausholte) und holte ihn unter Büschen hervor.

Irgendwann hatte Charles den Plan im Sack und fing an zu mähen. Wow. SO kriegt bei uns keiner den Rasen gemäht. Fleißig mähte er geräuschlos die Nacht hindurch. Heute Morgen fanden wir Ihn im hinteren Teil des Gartens, unter einem Busch, völlig erschöpft. Er muss hängengeblieben sein, der Arme, man mag sich gar nicht vorstellen wollen, wie er die halbe Nacht, bis zur Erschöpfung, mit dem Hindernis gekämpft haben muss, bevor ihn die Akku-Kräfte verließen. Schnell setzten wir ihn heute Morgen in die Ladestation. Ihr glaubt es nicht: Kaum 15 Minuten später fuhr er schon wieder los und mähte schnell das letzte Quadrat, das er nachts nicht geschafft hatte. Wir lieben Charles.

Andere Bewohner des Hauses sehen das anders. Joschi und Kayra zum Beispiel. Joschi, unser wuscheliger Tibet Terrier, hat bekanntermaßen Angst vor Stubenliegen, Plastiktüten und eigentlich vor Allem, wenn man es Geräusche machend auf ihn zubewegt. Fernbedienungen, Gabeln, Kissen, egal, nimm es nur in die Hand, beweg es auf ihn zu, mach dabei *bsss bsss bsss* Geräusche, und schon verwandelt sich Joschi in eine tollwütige Bestie. Völlig unerwartet reagierte Joschi gar nicht auf Charles. Nahm ihn kurz wahr und ignorierte ihn einfach. Es gibt keinen Charles. Wo es keinen Charles gibt, gibt es auch keine Angst. Seltsam. Nun ja, neuerdings läuft Joschi auf seine alten Tage auch durch den Rasensprenger. Früher undenkbar. Ganz anders verhält es sich mit Kayra. Kayra sah Charles und hasste ihn. Wie eine Furie raste sie um ihn herum, attackierte ihn von allen Seiten und versuchte ihn zu töten. Hatte was von einem Kampf gegen den Endgegner. Sie versucht ihn ernsthaft zu beißen. Ich tippe mal auf eine Mischung aus Spiel und Dominanz, was Kayra umtreibt. Bleibt Charles stehen, erstarrt auch Kayra und fixiert ihn wie eine Maus, die gerade aus dem Mauseloch hervorschaut. Kaum setzt er sich in Bewegung, geht’s los. Am liebsten mag sie es, ins Haus zurückzutrotten, sich umzudrehen und zu beobachten, was Charles dann macht. Könnte ja sein, dass er sie urplötzlich anfängt zu jagen. Kaum bewegt er sich, rast sie wie ein Torpedo auf ihn zu und maßregelt ihn. Charles indes mäht unbeeindruckt seine Bahnen weiter. Mal sehen, wann Kayra aufgibt.

 

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Kleine Sommergeschichten

Auf dem Weg zur Arbeit heute Morgen kam mir ein hübsches, junges Blondi, im offenen Mini aus der Einbahnstraße entgegen. Aus der falschen Richtung. Erschrocken bremste ich und machte ihr mit der Hand ein (freundliches) Zeichen, sie möge bitte wenden und die Straße in die richtige Richtung weiterfahren.

Genervtes Augenrollen, putiges Schnutengesicht.

*grins*

Na, wie gehts euch? Genießt ihr den Sommer? Ich hoffe es doch sehr. Bei mir ist alles paletti, hab viel um die Ohren, die Zeit düst nur so dahin. Viele Projekte im Büro, Familie, meine lieben Tiere, das neue Haus und der neue, deutlich größere Garten mit beachtlicher Rasenfläche, die gemäht, und neuen Blumenstauden, die gegossen werden wollen. Gatte hat einen Rasenmähroboter gekauft, der die Woche installiert wird. Bis Ende des Jahres *grins*. Große Erleichterung. Ich freue mich schon auf die Reaktion unserer Hunde. Und erinnere mich noch an ihre Gewöhnungsphase an den neuen Steinbuddha, den wir vor einigen Jahren im Garten aufgestellt haben. Für Joschi war er längere Zeit der Staatsfeind Nr. 1, der schließlich in unbemerkten Momenten markiert wurde. Kayra lernte ihn ja erst kürzlich kennen, verbellte ihn zunächst erfolglos, versucht ihn jetzt aber heimlich auszubuddeln. Auch an den Rasensprenger gewöhnen sich die Hunde langsam. D.h. Joschi rast mittlerweile, von Eifersucht und Machtstreben getrieben, mittenhindurch, wenn man ihm ein Bällchen wirft. Kayra hingegen, die eine etwas längere Leitung hat als Joschi, spazierte vorgestern mitten hinein, stand ein Weilchen im Sprühregen herum und wunderte sich sichtlich, wo das Wasser herkam. Seitdem liegt sie misstrauisch auf der Terrasse und beobachtet die Wiese.

Hab ich euch erzählt, dass Kayra mittlerweile ein richtig guter Reitbegleithund geworden ist? Sie macht das toll, versucht Lola nicht mehr zu jagen und durch Überraschungsangriffe seitlich aus dem Busch zu erschrecken (und mich in die Büsche zu befördern). Das Joschilien, dass jüngst längere Zeit schwächelte und nicht mehr mit ausreiten wollte, hat einen neuen Schub und geht wieder mit. Erst kürzlich hat er uns stolzen Hauptes angeführt. Okay, ich bin extra langsam geritten. Ein anderes Mal beschloss ich, eine allseits bekannte Galoppstrecke aus Rücksicht auf Joschi im Schritt zu gehen. Woraufhin uns Joschi wie ein Torpedo überholte und sich auffordernd nach uns umdrehte. So nach dem Motto: „Wird hier heute nicht mehr galoppiert, oder was?“ Es ist entzückend mit meinen Vierbeinern. So absolvieren wir derzeit ein Gruppenduschen. Wegen der großen Hitze duschen wir jetzt alle gegen Abend unsere verschwitzen Pferde ab. Sie genießen es sichtlich, den kalten Strahl der Schlauchbrause zu spüren und strecken einem wohlig den Kopf entgegen. Während die Pferde gebraust werden, lungert eine stattliche Anzahl eifersüchtiger Hunde drum herum und will ebenfalls abgebraust werden. Im wahren Leben, ohne Pferd, würden sie das nie tun. Die Konkurrenz machts. So tappe ich neuerdings mit einem feucht glänzenden Pferd und zwei tropfnassen Hunden zur Box zurück *knuddel*. Ihr lieben, ich wünsche euch einen wunderschönen Tag, macht es gut, bis bald, eure Katerwolf

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The Return of Katerwolf

Trau mich schon fast nicht zu schreiben. Weil ich euch hab soooo lange warten lassen. Und nicht mal *pieps* gesagt hab ich zwischendurch. Böse Katerwolf. So, jetzt hab ich ausreichend Asche auf mein Haupt gestreut. Ich bin jetzt wieder da. Und das bleibe ich erstmal auch. Und werde euch jetzt künftig auf dem Laufenden halten.

Die Frage ist, wo ich so lange gesteckt habe. Das kann ich euch ziemlich genau sagen. Zunächst mal seit Januar dieses Jahres in einer größeren Umbau- und Renovierungsaktion unseres neuen Domizils. Dann sind wir Mitte Mai umgezogen. Ziemlich ausgiebig und umfassend umgezogen. Ich muss den meisten von euch nicht erzählen, WAS man in 10 Jahren so alles im Keller, auf dem Speicher, in der Garage und in diversen Schränken ansammeln kann. Wenn man die Umzugskisten packt, kann man wegschmeißen, was man will, es bleibt dennoch ganz schön viel übrig. Und landet im neuen Domizil unweigerlich wieder im Keller. In unzähligen Kisten und Körben. Nur dass wir uns diesmal vorgenommen haben, es nicht dort zu belassen, sondern systematisch so lange aus-, um- und aufzuräumen, bis jedes Ding an seinem Platz ist. Und nicht, wie die Male davor, zu sagen: „Ach, das machen wir später.“ Dieses SPÄTER, und auch hier werden viele von euch zustimmend nicken, findet in der Regel nicht statt. Jahre später starrt man immer noch auf die nackte Glühbirne im Bad und denkt sich: „Mensch, da muss ich doch mal eine Lampe drüberhängen.“

Diesmal haben wir es anders gemacht. Und haben wochenlang wie Knechte geschuftet, geschleppt, montiert und gepfriemelt. Mit dem Resultat, dass wir jetzt tatsächlich fertig sind. Ich meine: fertig. In Echt und Wahrheit fertig. Keine nackten Glühbirnen mehr, keine Kisten, keine versteckten Häufchen, alles da, alles gut. Jetzt kommt der Genuss.

Ein weiterer Grund für mein langes Schweigen war aber auch das Schweigen des Internets und des Telefons  nach dem Umzug. Und zwar ein beträchtlich langes Schweigen. Gefühlte 1000 Stunden in Warteschleifen von Hotlines und Störungsstellen verbracht. Mehrere Telefone, Adapter und Kabel gekauft. Waren immer die falschen. 1 Elektriker verschleißt. Mehrere Tage mit der Suche nach einem osteuropäischen Auftragskiller verbracht. Den T****-Techniker schließlich fast selbst eliminiert. Aber jetzt haben wir Internet. UND Telefon.

Und Frau Katerwolf wäre nicht Frau Katerwolf, wenn sie sich nicht wieder maßlos überanstrengt hätte und Ende Mai prompt die Quittung bekam: 3 Herpes im Auge (3!) (in nur 1 Auge!) und eine dritte, dramatische Blutung. Also, selbst wenn ich ins Internet gekommen wäre, ich hätte nicht gedurft. Durfte nicht gucken *nick*.

Und dann die lieben Hundis. Die sind ja schließlich auch umgezogen. Und fanden das zunächst gar nicht spaßig. Jetzt haben sie sich aber schon gut eingelebt. Kayra buddelt fleißig Löcher im neu eingesäten Rasen, Joschi bewacht den ganzen Tag die Haustür und beide sind glücklich. Kayra hat schon viele neue Freunde gefunden. Joschi eher nicht. Ihr wisst ja, Joschi ist mit Artgenossen nicht so der gesellige Typ. Oder wie mein Mann treffend über ihn sagt: „An der Spitze ist man alleine.“ Dafür sind Joschi und Kayra ein richtig gutes Team geworden und sind SO dick miteinander.

Fazit: Waren ein paar herbe Monate, aber jetzt ist alles gut. Unser Haus ist wunderschön, wir fühlen uns super wohl drin und jetzt kommt der angenehme Teil vom Jahr. Und viele, neue Beiträge von eurer Katerwolf. Bis bald und dicken Knutsch an diejenigen von euch, die sich zwischendurch mal gemeldet haben und die „Wir vermissen dich-Flagge“ geschwenkt haben.

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