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3 Wochen Chile: Alles Trekking oder was!?

HI ICH BIN WIEDER DA!!!!! Zurück aus Chile bin ich zwar schon 3 Wochen, aber ich bin jetzt erst wieder hier, in Bloghausen. Tatsächlich musste ich eben diverse falsche Passwörter eingeben, bis ich richtig war, so lange war ich also weg. Seit meiner Rückkehr jagte gleich ein Ereignis das andere: Eltern krank, neuer Chef, verwaiste Hunde, verwaistes Pferd, und so vieles mehr, und dann Weihnachten mit all dem verbundenen Trubel. Aber ich glaube, hier wartet die oder der andere schon sehnsüchtig auf meinen Reisebericht. Und daher will ich euch nicht länger auf die Folter spannen!

Chile war schon so viele Jahre in unseren Köpfen – als ein Ort, wo wir unbedingt mal hinmüssen. In meinem Kopf war Chile ein Sehnsuchtsort 1. Klasse, mit schneebedeckten Vulkanen, Anden, wohin das Auge blickt, klare Seen und Flüsse, kreisende Riesen-Kondore, Pinguine, Lamas, Rotwein, rote Wüste und über allem Patagonien, das ferne, wunderbare Patagonien. Und soll ich euch was sagen? Stimmt alles. Mit dem Unterschied, dass dieses Land unsere Erwartungen noch bei Weitem übertraf. Am letzten Tag, als wir einen letzten Blick über die Atacamawüste schweifen ließen, sollten wir resümieren: „Wenn man Chile nicht sieht, bevor man stirbt, hat man etwas versäumt!“

Die letzten Wochen bis zum Abflug verging indes so schnell, dass wir erst auf den allerletzten Drücker Koffer packten und auch die Reiseunterlagen nur flüchtig lasen. Wir orientierten uns an der Vorgabe 1-2 Wanderstiefel, und das musste doch zu machen sein! Es war unsere dritte Reise mit einem auf Aktivreisen spezialisierten Reiseanbieter, von dem wir wussten, dass die Reisen eher sportlich, aber auf unterschiedliche Konditionsverfassungen zugeschnitten waren. 1-2 Wanderstiefel? Kein Problem. Auch die Klimatabelle wurde nur kurz geprüft, und was im Hirn ankam, war die Info: Im November ist in Chile Sommer. Punkt.

Dass wir möglicherweise etwas falsch lagen, wurde uns bewusst, als wir am Flughafen in Santiago de Chile nach einem langen, anstrengenden Flug auf unsere Reisegruppe trafen. 14 sportliche, in Trekkingklamotten gehüllte Menschen blickten uns entgegen. Öhm. Mein Mann und ich schauten uns an, und stellten kurzerhand fest: „Wenn das unsere Gruppe ist, haben wir falsch gepackt!“ Was sich schon bald als Wahrheit herausstellen sollte. Aber dazu später. Zunächst einmal waren wir mit „Hallo, ich bin die soundso“ beschäftigt, und damit, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Alle nett. Kein Arschloch-auf-den-ersten-Blick dabei. Heimliche Erleichterung. Unser Reiseführer, ein dynamisch umherwuselnder Österreicher in Khaki und Sandalen, den ich hier mal Fritz nenne, war erstmal ein wenig gewöhnungsbedürftig.  Es dauerte aber 1 Tag, bis wir ihn ins Herz geschlossen hatten. Ein Insider, der seit 16 Jahren in Südamerika lebt, über ein enormes Wissen über Land und Leute verfügt, einen herrlich trockenen Humor sein Eigen nennt und für jeden jederzeit, und das meine ich wirklich, DA war. Ich hätte einige aus der Gruppe streckenweise auf dem Parkplatz vergessen. 14 Leute können, auch wenn sie noch so nett sind, nerven. Fritz, we love you!

Kurz darauf waren wir in unserem ersten Hotel in Santiago de Chile, schleppten die Koffer aufs Zimmer, um direkt im Anschluss wie die Schlafwandler durch Santiago zu laufen, immer Fritz hinterher, wie die Schafe, und um 18 Uhr lokaler Zeit lagen wir im Tiefschlaf in unseren Betten. Denn bereits um 3 Uhr früh sollte das wahre Abenteuer beginnen: Der Weiterflug nach Punto Arenas, down in Patagonien.

Hey, wo sind die ganzen Bilder? Keine Angst, es kommen noch viele, viele Bilder. Ok, will ich mal nicht so sein. Hier schon mal eins 🙂

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Kategorien: Reiseabenteuer | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 19 Kommentare

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