Beiträge mit dem Schlagwort: Glück

Mach mir den Eichendorf

Ich bin ein Glückskind. Heute Morgen um viertel vor 7, die Sonne schimmerte noch rötlich, ritt ich bereits hoch zu Ross über grüne Wiesen, vorbei an gelben Weizenfeldern und fest verschnürten Heuballen. Ich wollte der Hitze und vor allem den Bremsen zuvorkommen und hatte damit auch Glück. Mein altes Mädchen Lola schritt gutgelaunt aus, ein paar Katzen kreuzten unseren Weg, wir weckten 2 schlafende Hasen auf, sonst war alles friedlich und ruhig. Ich jagte Lola ein paar abgemähte Stoppelfelder hoch, galoppierte mit ein paar jungen Pferden um die Wette, die uns, eingezäumt auf ihrer Koppel, ein Stück weit begleiteten und ließ sie einfach laufen, meine wilde Lola, bis sie schnaufend stehenblieb. Unter einem Kirschbaum machten wir Rast. Ich pflückte vom Sattel aus ein paar krachrote, reife Kirschen und ließ sie mir schmecken, während sich Lola am anderen Ende am saftiges Gras gütig tat. Mein Blick schweifte über weite Felder ins Tal und darüber hinaus, wo der Wald begann und mein Herz machte einen Sprung. Und mein Pferd kam in den Genuss einer spontanen Gedicht-Rezitation:

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.“

So schön kann ein Tag beginnen, wenn man ihn am Schopf packt. Nun sitze ich zufrieden im Büro und verströme einen dezenten Duft nach „Eau de cheval“ 😉

Habt einen schönen Tag, eure Katerwolf

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Weihnachtsjoschi

ihr lieben, ich bin im trubel und das kam so: ihr erinnert euch an meine aufregung im oktober dieses jahres? dass wir angespannt darauf warteten, den zuschlag für unser traumhaus zu bekommen? und das hin und her mit kayra, unserem türkischen straßenhund, für den sich keine flugpaten finden ließen?

die gute fee hatte nachsicht mit uns und just ende vergangener woche, nach viel gerödel und gebibbere im vorfeld, löste sich der knoten. am freitag haben wir den kaufvertrag unterschrieben und am gleichen tag erhielt ich abends die nachricht, dass kayra endlich kommt. wir holen sie morgen am flughafen ab. ja, ist das der wahnsinn???????????? bin ganz gaga und aus dem häuschen. und ich weiß, dass ihr jetzt auch aus dem häuschen und aufgeregt seid 🙂

außerdem hatte ich 5.000.000 dinge zu erledigen, der job lief auf hochtouren, so kam ich gar nicht recht dazu, meinen reisebericht fortzuführen. aber ich habe ab dem wochenende 11 tage frei und dann geht es hier weiter mit thailand. und natürlich gibt es gleich am wochenende ein foto und bericht von der hundeankunft.

und der joschi? was meint er zu dem ganzen? er ahnt noch nichts vom familienzuwachs und ist gänzlich im weihnachtsfieber. frohe weihnachten euch allen 🙂

 

Weihnachtsjoschi

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Tag der einfachen Freuden

Habt ihr gewusst, dass heute der „Tag der einfachen Freunden“ ist? Steht heute in unserer Lokalzeitung: „Heute ist der „Tag der einfachen Freuden“. Ein Tag, an dem man etwas unternehmen soll, das wenig kostet oder gar nichts.“ Laut des in der Zeitung zitierten Psychologen könne man so lernen, mehr Lust am Leben zu bekommen und zudem die Fähigkeit trainieren, schöne Dinge, die sich spontan ergeben, mitzunehmen.

Kluge Worte. Wir alle kennen den Spruch: „Froh zu sein, bedarf es wenig.“ Viel zu oft jedoch sucht man nach dem einen, großen Glück und wird so schnell zum Glück-Gipfelstürmer.

Während ich den Artikel heute beim Frühstück las, dachte ich darüber nach, dass ich die Fähigkeit, die einfachen Dinge des Lebens zu genießen, in den letzten 2 Jahren ziemlich gut gelernt habe. Ich dachte auch darüber nach, dass ein großer Schicksalsschlag dafür den Ausschlag gab und warum wir so oft erst durch Schicksalsschläge ein Bewusstsein für Glück entwickeln. Aber für irgendetwas müssen diese Schicksalsschläge schließlich auch gut sein 😉

Ob ihr es glaubt oder nicht, ausgerechnet heute erlebte ich ein Abenteuer, das den „Tag der einfachen Freuden“ besser nicht hätte treffen können! Nachdem ich gegen halb 3 meinen inneren Schweinehund überwinden konnte und kurz darauf in Sportklamotten, 2 Stöcke an den Händen, in bester Nordic Walking-Manier gen heimischen Forst klackerte, fühlte ich schon nach 5 Minuten, dass es eine gute Entscheidung war. Ich fühlte mich nämlich sofort besser und erfrischt. Die miserable Woche rückte in weitere Ferne. Ich war vielleicht 10 Minuten unterwegs und bog gerade in meinen Lieblingsrundweg oberhalb der Sportschule ein, als mich sogleich einige Läufer überholten. Nicht die Kategorie, die man hier sonst trifft. Diese gazellenartigen Kadersportler, die mich auf meinem Rundweg gefühlte 100 x überrunden und mich jedesmal ein wenig wie ein Faultier fühlen lassen. Nein, das hier waren keine Kadersportler. Es waren Vertreter der örtlichen Kreissparkassen und Versicherungen, zumindest besagten das die Aufschriften auf ihren T-Shirts, die hier eine Art Wettkampf oder Spaßmarathon veranstalteten. Es war sehr spaßig für mich, muss ich gestehen, zu beobachten, wie mehr oder wenig eher unsportlich wirkende Menschen ächzend und hechelnd an mir vorbeiliefen, -schlurften, -hoppelten, -schlichen, -watschelten, -glitten. Besondere Freude hatte ich an einem Mann, den ich im Stillen den Gleiter nannte. Er sah aus, als liefe er auf Schienen. Und das ganz schön schnell. So eine Art Speedy Gonzales in Schlittschuhen. Außerdem wackelte er dabei höchst elegant mit dem Popo 😆 Ich grinste vor mich hin und dachte bei mir: „Tja, das passt zum Tag der einfachen Freuden. Spaß ohne Ende und das ganze kostenlos!“ 

Es kam aber noch toller. Bei der Abzweigung, die den Rücklauf markiert, standen zwei Posten in leuchtenden Jacken und wiesen die Läufer in die richtige Richtung. Als ich mich näherte, sah mich der schnauzbärtige, freundlich lachende Mann an, breitete die Arme aus und rief: „Endlich! Schon die ganze Zeit warte ich darauf, dass mir eine schöne Frau in die Arme läuft!“ Sehr charmant. Ich grinste ihn verwegen an und lief fröhlich weiter. Auf der Höhe der Sportschule standen viele Zuschauer, ich nehme an Kollegen und Familie der Teilnehmer, und feuerten jeden Läufer euphorisch an. Als ich mich mit meinen Stöcken näherte, stutzte die Menge kurz, ich sah, dass sie mich nicht einordnen konnten. Dann jedoch sah ich auf ihren Gesichtern die Erkenntnis aufblitzen, dass ich eine ganz normale Walkerin war, die rein zufällig in die ganze Sache hineingeraten sein musste. Sie grinsten mich verschmitzt an und riefen: „Hopp, hopp, hopp, los, du schaffst es, schneller!!!“ und klatschten Beifall. „Danke, danke!“, rief ich, “ das wäre doch aber wirklich nicht nötig gewesen!“  und grinste verschmitzt zurück. 2 Meter weiter standen am Wegesrand die Wasserspender. 2 blonde, gut aussehende Jungs, die den Läufern Wasserbecher hinhielten. Als ich vorbeistackste, hielten sie mir ebenfalls einen Becher hin, den ich gerne annahm und fächelten mir theatralisch Luft zu. Superlustig, das Ganze.

Ich sag nur: der perfekte „Tag der einfachen Freuden!“ Hatte ich tatsächlich eine blöde Woche gehabt? Kann gar nicht sein!

Macht es gut, genießt euer Wochenende und immer schön auf die „einfachen Freuden“ achten!

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Kleine Foto-Love-Story von Frau Katerwolfs Glück

Ich wollte euch schon immer mal zeigen, in welchem kleinen Paradies ich meine Freizeit verbringe. Also habe ich gestern die Kamera eingesteckt. Ich hatte Glück und erwischte eine Zeit auf dem Hof, als niemand da war, der Hof schlummerte in der Mittagssonne, die Pferde genossen zufrieden die letzten Sonnenstrahlen, alles gut, alles schön. Welch eine Idylle. Man, bin ich froh, dass ich das genießen kann. Es sind dies die Momente, in denen ich denke, was für ein Glück ich habe. Vor 2 Jahren dachte ich, ich überlebe das Jahr nicht und jetzt? Alles gut, alles schön. Ach was sag ich: alles so sehr viel schöner als zuvor 😆

Kommt mal mit, ich zeig euch das! Hier seht ihr einen Teil der Stutenherde, die mittlere Stute, die so schön glänzt, das ist meine Lola.

 

Ein kleiner Blick zum Hof hinunter, die Kühe gehen auf die Weide.

 

Lolas Freundinnen suchen Restäpfel auf dem Boden

 

 

Und hier ist sie, mein Mädchen:

 

 

 

 

Es hat genau 5 Sekunden gedauert, bis der Duft der Bananenleckerli in meiner Jacke zu ihr vorgedrungen war

 

 

Gib sie her!!!

 

 

Ihr wollt wissen, ob ER dabei war? Aber natürlich. Ohne Joschi geht nichts. Er liebt es, mit auf die Koppel zu gehen

 

 

Hält jedoch wenig von Kuschelattacken und weiß genau, wann es Zeit ist, aus dem weg zu gehen

 

 

Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, um meine freie zeit zu verbringen. Mein Herz macht dabei jedesmal Freudensprünge.

Hier sind übrigens unsere 2 Neuzugänge auf der Koppel. Zunächst das Aschenputtel, das seit gestern dabei ist und vorläufig gemobbt wird. Legt sich sicher bald, aber im Moment ist sie das nackte Elend auf 4 Beinen

 

 

Und das hier, das ist die Teufelin, die erstmal schön alleine auf der Nachbarkoppel bleibt, das kleine Biest

 

 

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Kleiner Vorgeschmack auf Irland

Kam heute noch nicht dazu, aber hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf meinen horse-trail in Irland, von dem ich letzten Montag zurückgekehrt bin. Demnächst mehr von diesem Abenteuer 😆

 

 

 

 

 

 

 

 

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