Tierabenteuer

Heute im Wald :-)

Hundebesitzer unter sich: Frau Joschi trifft auf Herr Windhund (Hundebesitzer im Wald kennen sich nur bei den Hundenamen)

„Hallo!“

„Hallo!“

„Meine beiden haben den totalen Durchfall.“

„Och nee, is ja übel.“

„Ja, sehr übel. Die kacken alles voll. Rauf und runter. Überall.“

„Och ne, die armen Hundis. Was Falsches gegessen?“

„Habe den Hundesitter im Verdacht. Habe leere Tiefkühlpizzaschachtel im Müll gefunden.“

„Sauerei.“

„Ja.“

„Was ist denn mit Ihrem los? Der schnüffelt wie irre an meinen herum!“

„Der ist notgeil.“

„Ach was.“

„Ja, ist notgeil. Hat letzte Woche nämlich gepoppt. Wird Papa jetzt.“

„Ach wirklich, gepoppt?“

„Ja, gepoppt.“

„Na, das ist aber schön, dann geht es ihm jetzt sicher wieder besser.“

*betretenes Schweigen* *wissendes Kopfnicken*

„Gut, dann geh ich mal, Gewitter kommt. Tschüss!“

„Tschüss!“

Fragt mich jetzt bloß nicht, wie der Typ heißt.

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Hundesalat

Boah, BIN ich müde heute, geht euch das auch so? Ich wollt noch ein bisschen über meine Hundemeute quatschen. Dachte mir, einige von euch haben defizitären Hundestau 😉 Das kleine Joschilein, mein altes, wuscheliges Tibet-Terrier-Rauhbein ist trotz seiner 12 Jahre topfidel. 2013 war nicht ja so sein Jahr, nachdem wir ihm einen Hormonchip haben verpassen lassen (wegen Dauer-Notgeilheit), baute er zusehends ab. Wurde erst fett, dann schlapp und depressiv. Dieses agile, kämpferische Bürschchen hatte irgendwie keinen Bock mehr. Weder auf Mädels, noch auf Spaziergänge, nicht mal auf lohnenswerte Kämpfe, nein, das Einzige, was ihn interessierte, war sein Fressnapf. Auch mit dem Pferd ins Gelände mitkommen, was bei ihm eigentlich unmittelbar nach Gott kommt, wollte er nicht mehr. Im Sommer lag er nur noch drinnen im Schatten. Wir dachten schon, es sei sein letzter Sommer und ich beobachtete ihn sorgenvoll und mit feuchten Augen. Und dann, urplötzlich, letztes Jahr im späten September, beschloss er, wieder mit dem Pferd mitzukommen.  Die ersten 3-4 Mal watschelte er mir wie eine Ente hinterher, aber dann, TURBO, im Galopp mitrasen und alles. Er nahm auch wieder etwas ab. Und toitoitoi ist er bis heute fit, mitunter sogar fit wie ein Turnschuh, spielt, rast herum, springt. Ich liebe ihn einfach, diese treue Seele, meinen besten Kameraden, der morgens vor dem Badezimmer auf mich wartet, nachts zu mir ins Bett kommt und mich mit Zähnen und Klauen beschützt, wenn ich krank bin. Ein paar Kämpfe hat er seitdem auch wieder hingelegt. Vor 3 Monaten meinte er sich mit einer doppelt so großen, dominanten Australien Shephard Hündin anlegen zu müssen, was ihm zwei beeindruckende Löcher in der Flanke und einen schmerzhaften Tierarztbesuch einbrachte. Und heute musste er unbedingt am gleichen Stein rumschnüffeln, an dem schon ein Rottweilermix herumschnüffelte, den er dann sinnvollerweise versuchte, wegzuknurren. Sagen wir es mal so: Zum Glück hatte ich meinen Regenschirm dabei, mit dem ich beherzt auf den Rottweiler eindrosch, bis er Joschi wieder ausspuckte. Das Herrchen war übrigens beleidigt.

Kayra, unser süßer Türkeiimport ist jetzt 2. Sie ist entzückend. Sie und Joschi sind wie Pech und Schwefel. Wehe, einer von ihnen kommt in Bedrängnis, schon naht Unterstützung. Kayra ist schnell wie der Wind, alles deutet auf einen Anteil Windhund in ihr hin. Und sie ist ein kleines Raubtier. Raubtier+Windhund=Jagderfolg. Ein Eichhörnchen musste bereits daran glauben. Aber dabei blieb es bislang, denn sie lässt sich hervorragend abrufen. Obwohl, ein kleiner aus dem Nest gefallener Vogel, den Joschi aufspürte und den er mit den Pfoten ein wenig herumschupste, ist jetzt in ihrem Magen. Teamwork. Kayra ist sehr verspielt und liebt es, mit anderen Hunden wild und heftig Fangen zu spielen. Auch einem Sprung ins Wasser ist sie nicht abgeneigt. So groß, wie sie im im Austeilen von wilden Spielanremplern ist, so klein ist sie im Einstecken derselben. Jault sich dann zu Tode und klemmt sich einem zwischen die Beine. In letzter Zeit erprobt sie ihre Stärke, aber ohne Aggression. Ihre anfängliche Aggression Fremden gegenüber, die uns eine längere, besucherfreie Phase einbrachte, ist Gott-sei-Dank vorbei. Sie stellt niemanden mehr vor der Toilette, bis er Hilfe ruft, schleicht sich nicht mehr von hinten an und zwickt in die Waden und unsere Putzfrau ist jetzt auch ihre Freundin. Sie entwickelt sich langsam zu einer Schmusebacke. Es war wohl doch die Unsicherheit und Angst, die sie anfangs umtrieb.

Ich habe hier noch ein paar schöne Fotos von meinen süßen Hundis:

Bettelhundi

 

Silo27

 

KayraWasser1

 

KayraWasser2

 

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Kleine Hundewurst

Hier ist sie, die kleine Hundewurst 🙂 Namens Chikita, genannt Chiki, Chika, Chikili, Chikitinchen. Vater Mops, Mutter Chihuahua. Ich finde, man sieht beides. Ein richtiger Sonnenschein, immer gut gelaunt, im Herzen eine große Entdeckerin, völlig angstfrei, sehr mutig und vertrauensvoll und unglaublich lieb. Sie ist aus Spanien, aus der Tötungsstation und über den Tierschutz vermittelt. Seit 4 Wochen ist sie jetzt in unserer Familie und nun 5 Monate alt. Sie ist bereits eng mit Kayra, unserer kleinen Türkin, befreundet, die beiden lieben sich heiß und innig. Joschi, der alte Scherge, ist not very amused, aber gnädig. Ab und an darf sie ihm die Schnauze lecken. Kurz. 🙂

 

chiki5

 

 

Chiki und Kayra, very much in love.

Chiki1

 

Chiki 2

 

Chiki8

 

 

Joschi (beleidigt)

Chiki4

 

 

Chiki, die Spülhilfe

Chiki

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Dreier-Bande :-)

Und hier ein Foto von unserer Dreierbande: Joschi, Kayra + Luna, unser Ferienhund.

 

3Hunde

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Gasthund und beleidigte Stammhunde

Wir haben seit gestern Abend für 1 Woche einen Gasthund. Luna, eine stattliche Golden-Retriever-Hündin. Kayra, unsere 1 1/2-jährige, türkische Mitbringselhündin (ARME, herrenlose Strand-Straßen-Mausiputzi-Hündin) offenbart völlig neue Seiten. Ihre Aas-Seite: Alles hier ist meins. Mein Teppich, meine Lampe, meine Küche, mein ALLES. Joschi, unser wuscheliger, schwarzer Tibet Terrier, mittlerweile ein älterer Haudegen, ist einfach nur beleidigt. Luna ist ständig gut gelaunt, läuft schwanzwedelnd durchs Haus und will Liebe. Kayra bewacht sie auf Schritt und Tritt und flüstert ihr ins Ohr: „Alles meins!“ Joschi kotzt das an.

Gestern hat Kayra demonstrativ in Luna´s Sichtweite auf den Teppich gepinkelt, im Garten ein Riesenloch gebuddelt und ihr Fressen binnen weniger Sekunden verschlungen. Luna ist aus dem Garten ausgebrochen und hat 2 Jungs den Fußball geklaut. Außerdem ist sie mit ihren 40 Kilo bereits mehrfach auf meinen gebrochenen Zeh gestiegen. Joschi ist beleidigt.

Hier ist es gerade sehr lustig. Aber es wird. Eigentlich sind Kayra und Luna gute Freundinnen. Kayra muss allerdings noch etwas an ihrer Gastfreundschaft arbeiten. Draußen spielen Kayra und Luna, wetteifern im Hören und mobben im Duo andere Hunde, Eichhörnchen und Fahrradfahrer. Joschi trottet beleidigt hinterher und knurrt alles an.

Jetzt liegen sie hier alle zu meinen Füßen und schmachten mich an. Die süßen Spacken 🙂

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Kleine Foto-Love-Story

Joschi ist nun schon 11. Ein stattliches Hundealter. Als waschechter Tibet Terrier hat er aber Chancen, ein Methusalem zu werden, denn Tibet Terrier werden gerne auch mal 18. Und Joschi wird 100. Weil ohne Joschi, das geht gar nicht. Einfach nicht dran denken *wegzauber*. Ab und an hat Joschi seine Einbrüche und will nicht spazieren gehen, nicht mit ausreiten, einfach nur vollgefressen unterm Tisch liegen und alles wegknurren, das ihn in irgendeiner Art beanspruchen will. Meist aber ist er fit wie ein Turnschuh.

Kayra, unser 14 Monate alter Türkei-Import bringt ihn auf Trab. Ok, manchmal nervt sie ihn. Einfach nur, weil es sie gibt. Aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, und Joschi ist ein sehr ehrgeiziger Hund. Der Kayra mittlerweile heiß und innig liebt. So grauenhaft er den Neuzugang am Anfang auch fand, so sehr liebt er ihn mittlerweile. Ein Arsch und eine Backe die beiden.

 

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Das absolute Highlight ist nach wie vor der gemeinsame Ausritt mit Lola, meiner mittlerweile auch schon 20-jährigen Stute. Die immer noch flott unterwegs ist. Joschi geht nicht mehr jeden Ausritt mit, ab und an bleibt er neuerdings im Stall und wartet auf uns. Mit hochgerecktem Kopf und gespitzten Ohren sitzt er am Auto und schaut in die Ferne. Wartet. Gestern kam er mit. Kayra freute das sehr. Sie, die in den letzten Monaten eine tolle Kondition aufgebaut hat, fühlt sich ohne Joschi immer ein bisschen verloren. Und ob ihr es glaubt oder nicht, Lola weiß ganz genau, ob nur 1 Hund oder beide Hunde dabei sind. Bleibt einer zurück, wird gewartet, der Hals nach hinten verrenkt, ich denke sie ist ein Hütepferd 😉 Gestern marschierte Joschi motiviert mit, galoppierte  im Trab und Galopp munter mit, das eine oder andere Mal sogar vorneweg.

 

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Wir wurden durch prachtvolle Spätsommer-Ausblicke belohnt.

 

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Es sind dies die Momente, in denen mein Herz vor lauter Glück schier überfließt. Gibt nichts Schöneres. Auf dem Pferderücken, meine 2 Hundis um mich, vor den Augen schöne Ausblicke. Dann ist alles gut.

Joschi ließ es sich nicht nehmen, als 1. im Reitstall einzulaufen, stolz wie Caesar. Er liebt das. Kayra sieht das gelassen, trabt entspannt hinterher und lässt ihm den Ruhm. Und so sehen müde und zufriedene Hunde nach dem Ausritt aus:

 

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Hundegefühle

Und da soll nochmal jemand behaupten, Hunde hätten keine Gefühle! Seht selbst: Der gute, alte Joschi, was für ein Romantiker *knuddel*

 

Romantiker

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Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Hallo zusammen!

Ich weiß, ist gerade ziemlich ruhig hier. Dafür ist es umso bewegter im Land jenseits des blogs, sprich: im Alltag. Ich sag nur: Wir ziehen übermorgen um. Noch Fragen? Wie geplant, ist das neue Haus noch nicht ganz fertig, das alte noch nicht verkauft, die Kisten noch nicht fertiggepackt und noch geschätzte 1000 Dinge nicht erledigt. Irgendwie der blanke Horror, und ich hatte gestern Abend meinen ersten hysterischen Anfall. Ähem. Musste aber mal sein. Die wahre Kunst besteht darin, zwischen den Umzug den Restalltag zu packen, wie etwa Job, Haushalt, 2 Hunde und 1 Pferd. Beispiel? Der eine Hund, Joschi, hat heute früh vor dem Haus unseres Tierarztes einen Kackkrampf bekommen und schrie dermaßen, dass der Tierarzt rauskam und mich gleich in die Praxis beorderte, da er eine Darmentzündung vermutete. Ich Joschi also ins Auto gepackt und zum Tierarzt gekarrt, nur um beim Ausladen eines überaus störrischen Hundes (er roch die Praxis durchs Autofenster) zu merken, dass derselbe den gesamten Innenraum des Autos zugeschissen hatte, inklusive Leine und ich die Tierarztpraxis von Kopf bis Fuß mit Scheiße beschmiert, mit einem stinkenden, komplett zugeschissenen Hund betrat. In solch einer Verfassung im Wartezimmer zu sitzen, nein, Spaß ist was anderes. Etwas anstrengend im Moment, ehrlich. Hinzu kommt meine immer noch angeschlagene Gesundheit, denn ich merke, dass mich die 2 ungeplanten OPs im März doch ganz schön geschwächt haben. Tja, was soll ich sagen, da muss ich jetzt durch. Am Sonntag sind wir im neuen Haus und dann schalte ich einen oder auch 2 Gänge runter. Muss ich runterschalten, wollte ich sagen.

Ich wollte mich zwischendurch einfach mal melden und *huhu* sagen, denn ab Sonntag haben wir, dank Telekom, 3 Wochen kein Telefon und kein Internet. Und da es daher weiterhin ruhig bleiben wird, hier auf meinem blog, lasse ich euch ein paar schöne Bilder hier, ein paar typische Katerwolf-Schnappschüsse, die mir letzte Woche vor die Linse sprangen, damit ihr an mich denkt und mich nicht ganz vergesst! Bis denne, eure Katerwolf.

 

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Hundemode

Kayra ist bei Oma. Oma ist erfindungsreicher als ich. Jetzt ist erstmal Schluss mit dem An-der-Wunde-Herumlecken 😉 Sieht doch schick aus, oder?

 

Kayra-Shirt

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Joschis Geschichte

Hab ich euch die überhaupt schon erzählt? Nein? Na, dann wird es aber Zeit.

Joschi, unser kleiner, Verzeihung: mittelgroßer, schwarzer Tibet Terrier, kam im April 2004 zu uns. Wir fanden ihn in einem Tierheim, wo er angeblich wegen spontaner Obdachlosigkeit seiner Vorbesitzer gelandet war. Eigentlich war ich mit meiner völlig verzweifelten Freundin Ulla, deren kleiner Hund unters Auto gelaufen war,  ins Tierheim gefahren, um einen neuen Hund für sie zu suchen. Eigentlich wollte ich gar keinen Hund. Aber dann stand ich im Tierheim und entdeckte ihn, Joschi, der zum damaligen Zeitpunkt noch Floggy hieß und nun in seinem Zwinger  stand und leise und krächzend vor sich hin bellte, da er in seinen 4 Tierheim-Tagen vor lauter Bellen seine Stimme verloren hatte. Da stand er auf seinen wuscheligen, breiten, schwarzen Pfoten hinter dem Gitter, schaute mich durch seine Stirnfransen hindurch an und machte *krächz krächz krächz*.

Am gleichen Tag rief ich meinen Mann an, der damals noch nicht mein Mann sondern mein pendelnder Lebensgefährte war und hörte ihn am Telefon sagen: „Hol ihn gleich, sonst ist er weg.“ Genau das wollte ich hören. Ich schnappte mir also meinen damals 12-jährigen Sohn, sagte ihm mit verschwörerischem Blick, gleich werde er eine Riesenüberraschung erleben und fuhr los. Meinem Sohn gingen förmlich die Augen über, als er kurze Zeit später völlig ungläubig und überglücklich vor dem Zwinger stand und den krächzenden Hund begutachtete. Ich schickte die beiden auf eine kleine Proberunde in den Wald, um zu schauen, ob Floggy kinderlieb war und sah kurze Zeit später einen euphorischen Jungen samt krächzenden, glücklichen Hund aus dem Waldstück kommen. So kamen wir also zu Floggy, dem laut Tierheimpass etwa 1-jährigem Griffon-Mix, den wir noch auf dem Nachhauseweg in Joschi umtauften und der sich nach dem ersten Tierarztbesuch als reinrassiger, schwarzer Tibet Terrier entpuppte.

Joschi war von Anfang an ein überaus liebenswerter, lustiger, willensstarker und eigensinniger Zeitgenosse, der so viele skurrile Eigenheiten an den Tag legte, dass man Bücher damit füllen könnte. Seine panische Angst vor Stubenfliegen und Mülltüten etwa. Seine verblüffende Sprungkraft. Seine glühende Eifersucht, die ihn im Stall jedesmal zum Pferd mutieren lässt, so dass ich ihn striegeln, Pfoten auskratzen und longieren muss, damit er zufrieden ist. Seine Fähigkeit, sich in dunklen Ecken und auf schwarzen Sofas so perfekt und ausdauernd zu verstecken, dass man nach Stunden verzweifelt, mit Tränen in den Augen glaubt, er sei auf mysteriöse Weise verschwunden. Erst vor ein paar Tagen stürzte mein Mann zu später Stunde panisch ins Schlafzimmer, leuchtete mit seinem Handy herum und sagte immerzu: “ Er ist weg. Ich kann ihn nicht finden. Er ist weg.“ Manchmal findet man ihn und will ihn dann ermorden, manchmal kommt er angewackelt, als sei nichts gewesen und dann will man ihn auch ermorden. Tatsächlich blieb er nur ein einziges Mal verschwunden. Als er einer heißen Hündin nachlief, 2 Hauptverkehrsstraßen überquerte und nachts vom Tierrettungsmobil aufgegriffen und ins Tierheim transportiert wurde. Wo wir ihn am nächsten Tag aus seinem Zwinger abholten, in dem er alleine saß, auf Chihuahua-Größe geschrumpft, da in den angrenzenden Zwingern Kampfhunde saßen, die ihn hungrig anstarrten. Kaum war er aus dem Zwinger, pinkelte er an das Kampfhund-Gitter. Joschi eben. Joschi empfindet unbändige Liebe meinen Eltern gegenüber, die ihn, sobald diese unser Haus betreten, zum Verräter werden lässt, denn er marschiert hocherhobenen Hauptes mit ihnen aus der Haustür und springt ins Auto, ohne uns auch nur eines Blickes zu würdigen. Besuchen wir meine Eltern, versteckt er sich, wenn wir wieder gehen und hofft, dass wir ihn dort vergessen.

 

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Joschi ist ein sehr freundlicher Hund, der seine Liebe aus vollem Herzen denen schenkt, die seiner Liebe würdig sind. So innig, wie er liebt, hasst er auch. Und zwar alle Rüden, die größer sind als er. Und das sind ziemlich viele. Vor allem hasst er Schäferhunde, Dobermänner, große Jagdhunde, große, schwarze Hunde und überhaupt mag er nur Weibchen und kastrierte, kleine, weiße Rüden. Wir kennen im Umkreis von 20 Kilometern alle großen Rüden. Als er zu uns kam, war er so angriffslustig, dass ich 1 Jahr lang mit ihm in die Hundeschule ging, wo er sich nacheinander mit einem Husky, einem Kampfhund, einem Dobermann, einer Dogge und ein paar Jagdhunden anlegte. Er verlor alle Kämpfe. Aus lauter Frust nahm er die kleinen Rüden in der Gruppe ins Visier und bekam schließlich als Erziehungsmaßnahme ein Halsband umgeschnallt, das auf Knopfdruck Wasser unter sein Kinn spritzte. Tja, hab ich schon gesagt, dass Joschi ein überaus intelligenter Hund ist? Innerhalb kürzester Zeit kapierte er: Halsband an, Schnauze halten. Halsband aus, Rampensau raus. Seiner Intelligenz sei auch geschuldet, dass er alle Übungen in der Hundeschule sofort auf der Platte hatte, durch Reifen sprang und Tunnel kletterte und munter Leckerli und Lob kassierte. Nur die Spielrunde nach der Stunde boykotierte er. Wenn alle Hunde ihren Bällchen nachjagten, setze er sich hin, drehte dem Geschehen den Rücken zu und starrte stoisch in den Wald. Manchmal, wenn er „komm“ machen sollte, drehte er mir den Rücken zu und starrte in die andere Richtung. Aber das war nichts im Vergleich zu Max, dem kleinen Jack Russel, der seinem Herrchen beharrlich ans Bein pinkelte, wenn er ein Kommando befolgen sollte;-)

Im Laufe der Jahre, und nach dem einen oder anderen Tierarztbesuch, hat sich Joschi etwas beruhigt, der kleine Rambo, nicht zuletzt durch die Bekanntschaft mit Egon, unserem großen, schwarzen, unkastrierten Stallhofhund, der ihm unmissverständlich gezeigt hat, wo der Hammer hängt. Joschi kann stolz auf 28 Nachkommen zurückblicken, alle gesund und munter, und wer weiß, vielleicht ist nächstes Jahr noch eine Runde angesagt.

Apropos Runde. Ich mach hier mal einen … und erzähle euch das Nächste Mal weiter, hab noch ein bisschen was zu tun heute. Tschüß und bis bald 🙂

 

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