Monatsarchiv: April 2013

Hundemode

Kayra ist bei Oma. Oma ist erfindungsreicher als ich. Jetzt ist erstmal Schluss mit dem An-der-Wunde-Herumlecken 😉 Sieht doch schick aus, oder?

 

Kayra-Shirt

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Joschis Geschichte

Hab ich euch die überhaupt schon erzählt? Nein? Na, dann wird es aber Zeit.

Joschi, unser kleiner, Verzeihung: mittelgroßer, schwarzer Tibet Terrier, kam im April 2004 zu uns. Wir fanden ihn in einem Tierheim, wo er angeblich wegen spontaner Obdachlosigkeit seiner Vorbesitzer gelandet war. Eigentlich war ich mit meiner völlig verzweifelten Freundin Ulla, deren kleiner Hund unters Auto gelaufen war,  ins Tierheim gefahren, um einen neuen Hund für sie zu suchen. Eigentlich wollte ich gar keinen Hund. Aber dann stand ich im Tierheim und entdeckte ihn, Joschi, der zum damaligen Zeitpunkt noch Floggy hieß und nun in seinem Zwinger  stand und leise und krächzend vor sich hin bellte, da er in seinen 4 Tierheim-Tagen vor lauter Bellen seine Stimme verloren hatte. Da stand er auf seinen wuscheligen, breiten, schwarzen Pfoten hinter dem Gitter, schaute mich durch seine Stirnfransen hindurch an und machte *krächz krächz krächz*.

Am gleichen Tag rief ich meinen Mann an, der damals noch nicht mein Mann sondern mein pendelnder Lebensgefährte war und hörte ihn am Telefon sagen: „Hol ihn gleich, sonst ist er weg.“ Genau das wollte ich hören. Ich schnappte mir also meinen damals 12-jährigen Sohn, sagte ihm mit verschwörerischem Blick, gleich werde er eine Riesenüberraschung erleben und fuhr los. Meinem Sohn gingen förmlich die Augen über, als er kurze Zeit später völlig ungläubig und überglücklich vor dem Zwinger stand und den krächzenden Hund begutachtete. Ich schickte die beiden auf eine kleine Proberunde in den Wald, um zu schauen, ob Floggy kinderlieb war und sah kurze Zeit später einen euphorischen Jungen samt krächzenden, glücklichen Hund aus dem Waldstück kommen. So kamen wir also zu Floggy, dem laut Tierheimpass etwa 1-jährigem Griffon-Mix, den wir noch auf dem Nachhauseweg in Joschi umtauften und der sich nach dem ersten Tierarztbesuch als reinrassiger, schwarzer Tibet Terrier entpuppte.

Joschi war von Anfang an ein überaus liebenswerter, lustiger, willensstarker und eigensinniger Zeitgenosse, der so viele skurrile Eigenheiten an den Tag legte, dass man Bücher damit füllen könnte. Seine panische Angst vor Stubenfliegen und Mülltüten etwa. Seine verblüffende Sprungkraft. Seine glühende Eifersucht, die ihn im Stall jedesmal zum Pferd mutieren lässt, so dass ich ihn striegeln, Pfoten auskratzen und longieren muss, damit er zufrieden ist. Seine Fähigkeit, sich in dunklen Ecken und auf schwarzen Sofas so perfekt und ausdauernd zu verstecken, dass man nach Stunden verzweifelt, mit Tränen in den Augen glaubt, er sei auf mysteriöse Weise verschwunden. Erst vor ein paar Tagen stürzte mein Mann zu später Stunde panisch ins Schlafzimmer, leuchtete mit seinem Handy herum und sagte immerzu: “ Er ist weg. Ich kann ihn nicht finden. Er ist weg.“ Manchmal findet man ihn und will ihn dann ermorden, manchmal kommt er angewackelt, als sei nichts gewesen und dann will man ihn auch ermorden. Tatsächlich blieb er nur ein einziges Mal verschwunden. Als er einer heißen Hündin nachlief, 2 Hauptverkehrsstraßen überquerte und nachts vom Tierrettungsmobil aufgegriffen und ins Tierheim transportiert wurde. Wo wir ihn am nächsten Tag aus seinem Zwinger abholten, in dem er alleine saß, auf Chihuahua-Größe geschrumpft, da in den angrenzenden Zwingern Kampfhunde saßen, die ihn hungrig anstarrten. Kaum war er aus dem Zwinger, pinkelte er an das Kampfhund-Gitter. Joschi eben. Joschi empfindet unbändige Liebe meinen Eltern gegenüber, die ihn, sobald diese unser Haus betreten, zum Verräter werden lässt, denn er marschiert hocherhobenen Hauptes mit ihnen aus der Haustür und springt ins Auto, ohne uns auch nur eines Blickes zu würdigen. Besuchen wir meine Eltern, versteckt er sich, wenn wir wieder gehen und hofft, dass wir ihn dort vergessen.

 

batman2

 

 

Joschi ist ein sehr freundlicher Hund, der seine Liebe aus vollem Herzen denen schenkt, die seiner Liebe würdig sind. So innig, wie er liebt, hasst er auch. Und zwar alle Rüden, die größer sind als er. Und das sind ziemlich viele. Vor allem hasst er Schäferhunde, Dobermänner, große Jagdhunde, große, schwarze Hunde und überhaupt mag er nur Weibchen und kastrierte, kleine, weiße Rüden. Wir kennen im Umkreis von 20 Kilometern alle großen Rüden. Als er zu uns kam, war er so angriffslustig, dass ich 1 Jahr lang mit ihm in die Hundeschule ging, wo er sich nacheinander mit einem Husky, einem Kampfhund, einem Dobermann, einer Dogge und ein paar Jagdhunden anlegte. Er verlor alle Kämpfe. Aus lauter Frust nahm er die kleinen Rüden in der Gruppe ins Visier und bekam schließlich als Erziehungsmaßnahme ein Halsband umgeschnallt, das auf Knopfdruck Wasser unter sein Kinn spritzte. Tja, hab ich schon gesagt, dass Joschi ein überaus intelligenter Hund ist? Innerhalb kürzester Zeit kapierte er: Halsband an, Schnauze halten. Halsband aus, Rampensau raus. Seiner Intelligenz sei auch geschuldet, dass er alle Übungen in der Hundeschule sofort auf der Platte hatte, durch Reifen sprang und Tunnel kletterte und munter Leckerli und Lob kassierte. Nur die Spielrunde nach der Stunde boykotierte er. Wenn alle Hunde ihren Bällchen nachjagten, setze er sich hin, drehte dem Geschehen den Rücken zu und starrte stoisch in den Wald. Manchmal, wenn er „komm“ machen sollte, drehte er mir den Rücken zu und starrte in die andere Richtung. Aber das war nichts im Vergleich zu Max, dem kleinen Jack Russel, der seinem Herrchen beharrlich ans Bein pinkelte, wenn er ein Kommando befolgen sollte;-)

Im Laufe der Jahre, und nach dem einen oder anderen Tierarztbesuch, hat sich Joschi etwas beruhigt, der kleine Rambo, nicht zuletzt durch die Bekanntschaft mit Egon, unserem großen, schwarzen, unkastrierten Stallhofhund, der ihm unmissverständlich gezeigt hat, wo der Hammer hängt. Joschi kann stolz auf 28 Nachkommen zurückblicken, alle gesund und munter, und wer weiß, vielleicht ist nächstes Jahr noch eine Runde angesagt.

Apropos Runde. Ich mach hier mal einen … und erzähle euch das Nächste Mal weiter, hab noch ein bisschen was zu tun heute. Tschüß und bis bald 🙂

 

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Joschi nervt

Viele von euch kennen Joschi aus meinen zahlreichen Geschichten hier und auch in meinem zweiten Blog Linker Mops (hier unter der Kategorie Hunde). Joschi, mein mittelgroßer, schwarzer, wuscheliger Tibet Terrier. Mittlerweile ranken sich Legenden um seinen skurrilen Charakter. Joschis Triebfedern sind Eifersucht und Ehrgeiz. Eine außerordentliche Intelligenz. Zudem ist er extrem goldig. Gute Mischung, oder? Man verzeiht ihm nämlich alles, weil, wenn er Mist baut, ist er intelligent genug, so goldig zu sein, dass man ihm nicht böse sein kann 😉 Einstein.

Wenn man es nicht mit eigenen Augen sehen könnte, würde man nicht glauben, dass er sich aus purer Eifersucht auf mein Pferd Lola die Pfoten auskratzen und longieren lässt und Lola alles wegfrisst, was nicht niet- und nagelfest ist. Seit Weihnachten 2012 gibt es Kayra. Unsere türkische Findlingshündin, die uns letztes Jahr in Belek zulief und nun bei uns wohnt. Kayra ist 11 Monate alt und ein liebes Tier. Joschi war zunächst mächtig von ihr begeistert, bis wir merkten, dass das Interesse nur ihrer M.uschi galt, daraufhin bekam er einen Hormonchip verpasst und das Interesse erlosch schlagartig. Er arrangiert sich aber recht gut mit ihr, und sie werden langsam ein gutes Team.

Gestern wurde Kayra kastriert und nun leidet sie mit großen Dramatik. Will auf den Arm, was schwierig ist mit 15 Kilo und ist elend ohne Ende, der arme Schatz. Joschi hingegen stirbt vor Eifersucht, weil Kayra nun mehr betüdelt wird und außerdem einen aufblasbaren Kragen trägt. Habe ihn Joschi gestern probeweise auch angezogen, worauf er ihn nicht mehr ausziehen wollte und knurrte wie blöd. Ich erinnere mich noch daran, als Joschi mal so einen Kragen anziehen sollte und versuchte erst die Arztpraxis und dann uns zu töten. Gestern gings. Joschi. Eifersüchtig beäugt er Kayra mit ihrem Kragen und sägt ein wenig an meinen Nerven, muss ich gestehen.

So macht er zum Beispiel alle paar Sekunden *wuff* und starrt mich dabei an. Über Stunden. Es ist ein *wuff*, das sich anhört, als hätte er das Maul voller Kartoffelbrei. Ein *wuff*, das einem langsam, ganz langsam, das Hirn aufweicht. „HÖR SOFORT MIT DEM WUFF AUF, HAST DU GEHÖRT??!!!“ höre ich mich brüllen.

*wuff* *anstarr*

👿

Gestern hat er abends das für Kayra bestimmte Novalgin, tückisch in Wurst verpackt, erbeutet, hatte danach einen Mords-Energieschub und fiel anschließend in eine  Art Schlafkoma. Heute morgen habe ich auf den letzten Drücker das Antibiotika vor ihm gerettet. Bei der Morgenrunde, die mit 2 Hunden an der Leine, einer davon mit einem Schlauchboot um den Hals, etwas nervig war, ließ er den Voll-Proll raushängen. Wollte eine Katze jagen. Einen Schnauzer fressen. Sprang in den Ententeich in den Morast und jagte Enten. Was zur Folge hatte, dass ich auf dem Rückweg 1 Hund mit Schlauchboot um den Hals und 1 nach Entengülle stinkenden Hund an der Leine hatte. Der dem Nachbarn vor die Tür schiss. Während der Nachbar gerade aus der Haustür kam. Ich hatte keinen Hundekotbeutel dabei, musste dem Nachbar dümmlich grinsend zunuscheln, ich käme gleich wieder, nach Hause eilen, Kackbeutel holen, zurücklatschen und unter abschätzenden Nachbarsblicken Joschis Kackhaufen eintüten. Als ich wieder nach Hause kam, stand Kayra samt Schlauchboot an exakt der gleichen Stelle, an der ich sie zurückgelassen hatte, Joschi lag stinkend auf dem Sofa, mitten in seiner Entengülle. Als ich ihn anbrüllte, er solle sofort runterkommen vom Sofa, starrte er mich an und machte *wuff*.

👿

Joschi nervt. Wenn er nicht so goldig wäre, würde ich ihn im Moment ruhigen Gewissens irgendwo in einem schalldichten Raum einsperren.

 

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Junkie-Hund II

Ne, ich fass es nicht. Das Novalgin wirkt. Joschi hat nen mega Energieschub und rast hier rum wie ein Maniac. Ich krieg noch Locken. eben kommt mein Mann nach Hause, dem ich das schon per sms mitgeteilt habe.

Ich: „Ich könnt Joschi echt vermöbeln.“

Er: „Kannste machen. Tut ihm jetzt nicht weh.“

*lach* 

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Junkie-Hund

Och ne, ist das zu fassen? Jetzt habe ich der armen, frischkastrierten, schmerzgeplagten Kayra 1 vom Arzt mitgegebene Novalgin-Tablette in ein Stück Fleischwurst gemogelt. Und wer hat sie gefressen? Der Joschi. Schnell wie ein Aligator schoss er heran und verschlang Wurst inklusive Novalgin. Der macht mich echt fertig, der alte Tibeter *seufz*. Mal schauen, welcher Wirkung sich einstellt 🙄

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Elendshundi

Jemals ein ärmeres Hundekind gesehen? Die kleine Kayra wurde heute kastriert 😦 Joschi nicht, er ist aber zu Tode beleidigt, weil ich Kayra betüddele *seufz*

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2 glückliche Hundis und 1 glückliches Pferd

Für Kayra und Joschi war das heute ein ziemlich perfekter Tag. 3 Stunden auf dem Pferdehof mit allem drum und dran. Wenn man sie so sieht, wie sie Pferdefutter klauen, hoch oben, unerreichbar, auf dem Misthaufen kübelweise Mist fressen, sich im Mist wälzen, im Anschluss im Strohhaufen Mäuse jagen und am Ende dreinschauen wie Unschuldslämmer, könnte man sie eigentlich aus dem Fell hauen. Eigentlich. Im Grunde sind sie aber so goldig in ihrem Glück, dass man dann doch lieber seine Handykamera draufhält und das Glück verewigt – für schlechte Tage 🙂

Joschi klaut Lolas neuen Kräuterleckstein und gibt ihn erst nach zähem Ringen wieder her:

Stall-Joschi-Leckstein1

Stall-Joschi-Leckstein2

Kayra zerlegt in der Zwischenzeit Kleinholz:

Stall-Kayra-Stock

und flüchtet im Anschluss in unerreichbare Höhe auf den Gipfel des Misthaufens, frisst mit dicken Backen Gülle und wälzt sich dann darin. Ich stinke, also bin ich:

Stall-Kayra-Misthaufen

Noch feucht, ab in den Strohhaufen und mit Joschi im Doppelpack Mäuse jagen. Feucht bleibt das Stroh besser im Fell kleben:

Stall-Mäuse

Wenn Frauchen schimpft, hat sich der Unschuldsblick bewährt. Ich, Joschi, böse?

Stall-Joschi

Ich, Kayra, böse?

Stall-Kayra1

Wir beide, böse? Niemals.

Stall-Kayrajoschi

Schau mal lieber nach deinem Pferd, Frauchen. Lola ist sauböse.

Stall-Karlchen

Ne, die Lola ist nie böse. Fast nie. Und kriegt heute ein Extra-Leckerli:

Stall-Karlchen2

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Joschi und Yeshie

Hä, wer ist jetzt Yeshie? Joschis Tochter, die wir gestern besucht haben. Jetzt 4 Monate alt. Und Joschi wie aus dem Gesicht gefallen. Joschi war ein wenig ungnädig mit Töchterlein, sie hingegen schaute ihn aus riesigen Augen begeistert an. Heute also mal was Erfreuliches 🙂

 

 

 

JoschiYeshie1

 

 

JoschiYeshie3

 

 

Und hier mischt Kayra noch mit 🙂

 

JYKayra

 

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Hamlet

Ok, ok, ich sags gleich, unter der Überschrift stellt man sich sicher etwas anderes vor als das Kommende. Das da lautet: Gebärmutter oder nicht Gebärmutter, das ist die Frage. Mein aktuelles Abenteuer dreht sich nämlich um mein gutes, altes Mädel, das seit Februar mächtig Zicken macht. Ihr wisst ja: ich 2010 Brustkrebs, OP, kein Lymphbefall, keine Chemo, gute Prognose, als Therapie seit 2010 Tamoxifen. Für alle Laien nun die Sendung mit der Maus: Tamoxifen blockiert Östrogen in der Brust, fördert es hingegen in den Eierstöcken. Da unter Tamoxifen gerne die Periode ausbleibt, wenn man wie ich noch nicht in den Wechseljahren ist, kommt es häufig vor, dass sich in der Gebärmutter zu viel Gebärmutterschleimhaut aufbaut, die nun durch die ausbleibende Periode nicht raustransportiert wird, sondern in der Gebärmutter ihr Unwesen treibt. Manchmal kommen Polypen hinzu und dann ist der Schlamassel perfekt.

So wie bei mir bei der letzten Nachsorgeuntersuchung Ende Februar. Innerhalb von 3 Monaten hatte sich da mächtig was zusammengebraut. Die Folge war eine Ausschabung am 4. März, lief alles glatt, Befund war in Ordnung, alles gut. Sollte man meinen. Bis vorletzten Mittwoch. Da fing Frau Katerwolf leise an zu bluten. Und dachte zunächst, die Periode sei nach 2 1/2 Jahren zurückgekommen. In der Nacht wurde die Blutung immer stärker und am frühen Morgen folgte ein totales Blutmassaker, in dessen Verlauf ich im Krankenhaus landete und ratzfatz unters Messer kam. Not-OP. Eine ziemlich gruselige Erfahrung. Die letzten 2 Wochen lag ich wie ein Zombie auf dem Sofa herum und seit 3 tagen wackel ich wieder durch die Gegend. Auch wenn ich immer noch aussehe wie ein Zombie. Wenn deine Umgebung anfängt dir zu erzählen, wie mitgenommen du aussiehst, dann ist da was dran.

Und nü?

Guter Rat teuer. Am Donnerstag war ich zur Nachkontrolle, die Ergebnisse belegen, dass meine Eierstöcke wie irre Östrogen produzieren, bei gleichzeitigem Gelbkörperhorrmon-Mangel. Das kann bedeuten, dass ich in Windeseile wieder Gebärmutterschleimhaut im Dinoformat aufbaut. Da liegt der Gedanke nahe: Einfach raus mit der Gebärmutter und Ruhe ist. Mein Gynäkologe, dem ich sehr vertraue, rät mir von einer weiteren OP ab und bringt eine medikamentöse Therapie ins Spiel. Die da lautet: Enantone (auch Zoladex) spritzen, dadurch die Eierstöcke ausschalten, Östrogenzufuhr stoppen und abwarten, bis diese durch die einsetzenden Wechseljahre von selbst den Geist aufgeben. So könnte man die „kritische“ Zeit bis zu den Wechseljahren überbrücken. Trotz meiner 50 Lenze bin ich wohl immer noch ein Stückel von den „natürlichen“ Wechseljahren entfernt. Würde bedeuten: künstliche Wechseljahre. Denn das ist die Folge von Enantone oder Zoladex. Nun schon zum zweiten Mal. Denn dieses Medikament bekam ich schon von 2010 bis Anfang letzten Jahres. Zoladex ist von den Nebenwirkungen her ein Scheißzeug. Man fühlt sich die halbe Zeit grässlich. Ich habe keine wirkliche Sehnsucht danach, noch einmal durch diese Prozedur zu gehen. Von einer Entfernung der Gebärmutter rät mir mein Arzt ab. Auch Dr. Chefarzt, der mich in der Not-OP unterm Messer hatte, vertritt diese Meinung. Ich habe mir noch 2 weitere Meinungen eingeholt, die beide besagen: Raus mit dem Ding. 2 gegen 2.

Und nü?

Keine rechte Ahnung im Moment. Wir haben uns darauf geeinigt, bis zur nächsten Kontrolle in 2 Wochen der Natur ihren Lauf zu lassen. Dann werden wir sehen. Wenn sich wieder etwas zusammenbraut, was recht wahrscheinlich ist, müssen wir wohl eine Entscheidung treffen. Aber wer weiß, vielleicht hat Frau Katerwolf nun endlich auch mal Glück. Und das Ganze beruhigt sich wieder. Glück. Glück. Glück. Hier bin ich.

Glaubt mir, ich hätte heute lieber etwas geschrieben.

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