Thailand: Von Geistern und Dämonen

Und da ich immer noch ein Zeitfenster offen habe, schnell noch einer hinterher. Wir besichtigten nämlich auch die wunderbaren Wasserfälle von Erawan. Auf dem Weg dorthin dachte ich zuerst „Hmmm, sicher wieder so ne popelige Wasserfälle, die aufgebauscht werden„. Als wir dort ankamen, wurde ich allerdings eines Besseren belehrt. Die Wasserfälle sind tatsächlich wunderschön. Sie bestehen aus verschiedenen Ebenen, die man erwandern muss und auf der einen oder anderen Ebene kann man baden. Wunderbar ist das. So wunderbar, dass es mich auch nicht störte, die türkisfarbenen Wasserbecken mit meinen auf der Reise heiß geliebten Japaner und Russen zu teilen (Hunderte davon natürlich auch hier). Und dass ich mit Flip Flops an den Füßen nicht ausreichend ausgerüstet war und mir ein Hämatom in die Fußsohle lief, das auch nach 2 Wochen noch wehtat. Aber seht selbst, das war es doch wert, oder?

 

Erawan2

 

 

Erawan3

 

 

In einem der Becken, in dem man baden konnte, gab es kleine Fische, die einem die Hautschuppen von den Füßen, Beinen und Fingern knabbern. Sehr gewöhnungsbedürftig, und bei mir löste es fast eine Welle der Hysterie aus. Der Brechreiz, der beim Anblick von fetten Touris, die im Becken saßen und sich von Kopf bis Fuß abknabbern ließen, war Gott-sei-Dank stärker, und ich wurde nicht hysterisch.

Hab ich euch schon von den thailändischen Geistern erzählt? Nicht? Thailänder haben einen sehr ausgeprägten Geisterglauben. Natürlich glauben sie auch an Buddha und verehren ihn in den unzähligen Tempeln und Schreinen allerorts, aber präsenter und wichtiger sind die Geister. Es gibt sie überall und sie müssen stets bei Laune gehalten werden, damit sie kein Unheil anrichten. Sie sind nämlich sauböse und können einem ganz schön viel Unglück bringen, wenn man sie nicht gebührend ehrt und pflegt und hegt.

So auch hier, bei den Wasserfällen:

 

 

Erawan1

 

 

Typisch in Thailand sind übrigens die Geisterhäuser. Wenn in Thailand etwa ein Haus gebaut wird, muss für die dort ansässigen Geistern ein spezielles Geisterhaus gebaut werden, in den die Geister umziehen können. Herrlich anzusehen. Die Geisterhäuser sind regelrechte Puppenstuben mit Geisterpüppchen, Haustieren und Möbeln, täglich gibt es Nahrung und Wasser, und wehe, der Schatten des neu errichteten Hauses fällt auf das Geisterhaus: Da kannste dann einpacken, Alter, aber richtig! Der Geisterhaus-Puppen-Markt ist ein florierendes Geschäft in Thailand. So sehen sie aus:

 

Geisterhaus1

 

 

Geisterhaus2

 

 

Ist eigentlich saupraktisch, das mit den Geisterhäusern. Kannst du den ganzen negativen Scheiß reinpacken, täglich schön was zum Futtern und Trinken reinstellen und gut ist. Haste deine Ruhe dann ;-) Wenn die Dinger nicht so unhandlich wären, ich hätte eins mitgebracht!

Kategorien: Reiseabenteuer | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Thailand: Von Geistern und Dämonen

  1. Ich überlege grade, mir im Hinterhof so ein Geisterhaus zu bauen…😉

  2. Bei den Wasserfällen und Becken sieht es ja aus wie im Paradies. (Ich denk mir halt die Touris weg. :-))
    So ein Geisterhaus wär gar nicht mal so schlecht. Nur wie macht man das bei einer Wohnung? Und ob die unsrigen Geister dann überhaupt auch so nett wären und in dieses eigene Haus umziehen würden. Was ist, wenn die den Brauch nicht kennen. .-)

    lg Gabi

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