Monatsarchiv: September 2012

Tiere, Pudelmützen und Mädelsabend

Alter Schwede, bin ich aufgeregt. Kann es gar nicht mehr erwarten, bis Lilly kommt und muss noch mindestens 2 Monate auf sie warten, uff. Habe mich jetzt mal nach Flugpaten umgetan und bin positiv überrascht, dass es sogar eine Internetbörse für Flugpaten gibt. Es gibt also nicht nur Verrückte, die Hunde aus allen Ecken dieser Welt adoptieren, sondern ebenso Verrückte, die diese ehernamtlich nach ihrem Urlaub im Flieger mitnehmen. Na, Gott-sei-Dank gibt es die! Habe jetzt mal überall kundgetan, dass wir im Dezember jemanden suchen, der uns die Lilly aus Antalya nach Deutschland mitbringt und bin guter Hoffnung, dass es klappt. Heute Morgen habe ich unseren Tierarzt, der gegenüber wohnt, auf der Straße abgefangen und total zugequatscht wegen Lilly. Trage zudem ein Foto von ihr mit mir herum und zeige es herum. Ja, ich gebe es zu, ich bin vollständig verrückt. Und das ist gut so.

Nicht, dass ihr denkt, Joschi würde jetzt von mir vernachlässigt werden. Aber nicht doch. Gerade gestern und heute habe ich einen ausgiebigen Joschi-Tag gemacht. Der Gatte ist zum Segeln, der Sohn bei der Freundin und Joschi und ich haben sturmfreie Bude. Gestern habe ich Joschi zum Reitstall mitgenommen und einen extra langen Spaziergang mit ihm gemacht und ihn anschließend mit Fleischkäse gefüttert. Er hat heute Nacht bei mir im Bett geschlafen, war heute Morgen mit mir Walken, hat eine Bauchmassage bekommen, eine Dose mit Rentierfleisch und musste meine Pudelmütze anziehen. Okay, Letzteres fand er weniger spaßig, wie man dem Foto im letzten Post ansieht. Dabei steht sie ihm hervorragend!

Die Verwöhnpackung war notwendig, denn er hat vergangene Woche eine Monsterpackung von Tom, unserem neuen Hund im Stall, bekommen. Tom ist ein Australian Shephard Rüde, 3 Jahre alt und voll im Saft, wenn man das so sagen kann. Und er mag Joschi nicht *seufz* und hatte ihn kräftig in der Mangel. Blut floss keins, aber Joschi hat sich den Hinterlauf gezerrt und humpelte paar Tage durch die Gegend. Tom mag nur Joschi nicht *seufz*. Ich hasse Tom. Tom ist ein doofes Arschloch. Ich habe mich mit der Besitzerin darauf verständigt, dass Tom an der Leine bleibt, wenn Joschi da ist. Joschi hat jetzt allerdings so Angst vor Tom, dass er, auch wenn Tom angeleint ist, lieber im Auto sitzt. Habe ihn gestern also im Auto mit Fleischkäse gefüttert, und jetzt stinkt das Auto immer noch nach Fleischkäse. Es gibt sogar 3 neue Hunde im Stall. Besagter Tom (Arschloch), 1 Zwerghund namens Lili und ein Baby-Zwerg-Chihuaha, der etwa 5 cm groß ist und einen riesigen roten Mantel trägt. Ich bin mir echt nicht sicher, wie lange der Pimpf überlebt, ich meine, wie lange es dauert, bis irgendjemand sich draufsetzt oder so. Es werden immer mehr Hunde, wir haben gestern mal Hunde-Inventur gemacht und kamen auf die stolze Zahl von 20. Wenn die alle gleichzeitig da sind, ist was los. Jeder Hund ein eigener Charakter 🙂

So, ihr lieben, ich geh mich jetzt mal aufhübschen, habe nämlich Mädelsabend und wir Mädels gehen zunächst zum Italiener futtern und anschließend tanzen. Jawoll, TANZEN. Habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht, ich hoffe, ich verstauch mir nichts. Und die Pudelmütze bleibt zu Hause. Schweren Herzens. Macht es gut, habt ein schönes Wochenende und bis denne, eure Dancing Queen

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Pudelmütze

Manche Träume muss man sich einfach erfüllen. In meinem Fall der Kauf dieser todschicken Pudelmütze, passend mit Schal 😆

Joschi und ich sind dann mal bereit für den Jahreszeitenwechsel!

 

 

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Hände, die sehen

„Hallo, ich bin die Petra. Ich bin sehbehindert, aber meine Hände sind meine Augen“ begrüßte mich heute meine Physiotherapeutin. Dass Petra, die ihn während seines Urlaubs vertreten würde, blind ist, hatte mir Tom, mein Physiotherapeut, bereits letzte Woche erzählt. Ich muss zugeben, ich war neugierig. Petra verströmte gute Laune pur. Sie strahlte übers ganze Gesicht und lachte, während sie mit ihren Fingern meine Halswirbelsäule entlangfuhr. „Aha, der ist blockiert, und der auch und dieser hier auch. Kein Problem, das bekomme ich mit der Dorn-Methode hin. Entspannen sie sich einfach!“ Und dann machte sie mir bislang unbekannte Dinge mit meiner Halswirbelsäule, die bereits während der Behandlung anfing, sich ganz fluffig anzufühlen. Sie erzählte fröhlich ein bisschen über die Dorn-Wirbeltherapie und dass das großartig sei und ihr Lebenspartner sie damit regelmäßig entblockiere. Petra ist klasse. Während ich mich ihren kundigen Händen überließ und innerlich schnurrte, schweiften meine Gedanken kurz zu ein paar Arbeitskollegen ab, die ich kurz zuvor nörgelnd und muffig im Büro zurückgelassen hatte…

Ich habe Petras Lebensgefährten übrigens kennengelernt. Er hat sie nach der Behandlung abgeholt, sie hatte dann Feierabend. Auch er ist blind. Beide verließen heiter schwatzend und lachend die Praxis. Jetzt sitze ich hier und muss an die beiden denken und ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus.

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Lilly

Ihr erinnert euch? Der kleine Welpe, der uns im Mai in der Türkei zugelaufen ist? Nachdem er uns 3 Monate im Kopf und Herz herumgespukt ist, haben wir kapituliert. Jetzt laufen die Impfungen und der erforderliche Papierkram und wenn toitoitoi alles klappt, kommt die kleine Lilly Anfang Dezember mit einem Paten nach Deutschland und bezieht ihr neues Zuhause bei uns. Wird offiziell Joschis kleine Schwester. Habe ich eben kleine Lilly geschrieben? Hm, vermutlich wird sie nicht sooo klein. Als wir mit ihr im Mai beim heimischen Tierarzt in Belek waren, schaute dieser sie prüfend an und meinte: „this dog will be very big.“ Schaun wir mal. Was so alles an Rassen in ihr versammelt ist, wissen wir nicht so genau: turkish delight 😉 Drückt uns mal feste die Daumen, dass jetzt nichts mehr dazwischen kommt!

Und hier ein Foto, auf dem die kleine Lilly ca. 3 Monate alt war. Wenn sie zu uns kommt, wird sie etwa 7 Monate alt sein.

 

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Heidi, HEEEIIIIIDIIIIII, deine Welt sind die Be-her-ge

Hallo meine Lieben, hier bin ich wieder. Wir waren gerade mit unserem Kochclub für ein paar Tage in der Schweiz, in Aeschiried, wo 2 Mitköche ein wunderschönes Haus haben. Mit Blick auf den Thuner See. So hatten wir gerade ein paar wunderbar sonnige, entspannende Tage voller Lachen, Kochen, Essen, Trinken und einer langen, aber wunderschönen Wanderung zum Almabtrieb – meinem ersten! Hach ja, manchmal mag man so gar nicht zurückfahren. Der liebe Joschi durfte mit, erbettelte sich so manches Leckerli, trabte sich die Pfoten heiß und erlebte ebenfalls seinen ersten Almabtrieb. Was ihn nicht wirklich interessierte, viel mehr die schicken Hundemädchen, die auch dort waren 😆

Schaut mal, hier sind ein paar Bilder, ist das nicht eine Wonne?

Kochclub auf dem Weg zum Almabtrieb:

 

Wie heißt es doch so schön: Schöne Landschaften machen schöne Augen. Unsere sind jetzt ganz schön schön:

 

 

 

 

 

Mein erster Almabtrieb, ich kam mir vor wie Heidi 😆

 

Joschi traf auf dem Weg einen Freund, der völlig fasziniert von ihm war und ganz offensichtlich noch keinen Tibet Terrier in seinem Leben gesehen hatte. Joschi fasste das eher gleichmütig auf:

 

Gleichmütiger Joschi, Hüter der Alm:

 

Ach ja, morgen geht dann wieder der Alltag los. *seufz* Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche, eure Katerwolf

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Seele baumeln lassen

Ist bei mir grad angesagt. Und hier der passende Song dazu. Habt viel Spaß damit und einen schönen Dienstag wünsche ich euch 😆

 

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Freunde fürs Leben

Es gibt Freunde, die begleiten einen das ganze Leben.

 

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Immenhof

Mein liebes, kleines Hundchen Joschi.

Wenn man seinen Hund lieb hat, muss man ab und an einen Hundetag machen, an dem man lauter Dinge tut, die ihm zu Gute kommen. Dann hat man hinterher ein glückliches, zufriedenes Hundchen zuhause und das macht einen selbst auch froh. Vorgestern war im Hause Katerwolf also Welt-Joschi-Tag. Ich habe ihm gleich morgens ein extra großes Stück Fleischwurst gegeben und ihn anschließend mit ins Büro genommen. Da er schon eine ganze Weile nicht mit war, haben ihn alle Kollegen ausgiebig geherzt und geknuddelt. Nach dem Büro sind wir zusammen auf den Reiterhof gefahren. Das ist für Joschi jedesmal ein Fest, denn er liebt es dort. Alles voller Hunde, mehrheitlich Weibchen, ohne Leine herumtollen und Mäuse jagen, überall herumbuddeln, im Stroh wälzen und den Misthaufen besuchen. Kommt schon ziemlich nah ans Paradies ran. Ganz besonders liebt es Joschi, wenn ich ihn zum Ausreiten mitnehme. Ich glaube, das ist für ihn das Höchste der Gefühle. Warum weiß ich nicht genau, aber er läuft den ganzen Ausritt mit wichtiger Miene neben uns her, und, wenn er mal trödelnd den Anschluss verpasst, im Affenzahn hinterher und überholt uns dann glücklich hechelnd. In letzter Zeit hole ich ihn nicht mehr auf die großen Ausritte mit, immerhin ist er schon 10, und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn damit nicht überfordere. Zumal er im Galopp wie ein Irrer mitrast, was mich immer wieder erstaunt. Vorgestern bin ich extra wegen ihm eine kleinere Runde gegangen.

Joschi hat eine besondere Beziehung zu meinem Pferd Lola, die überwiegend durch Eifersucht geprägt ist. Gott-sei-Dank äußert sich diese nicht durch Aggression gegen Lola, sondern vielmehr dadurch, dass er alles genauso haben will wie das Pferd: Er will gestriegelt werden, die Pfoten ausgekratzt haben, trockenes Brot zur Belohnung bekommen, er will mit Glanzspray eingesprüht werden und, ihr könnt es ruhig glauben, ich habe Joschi sogar schon longiert, so richtig mit Longe und immer im Kreis herum. Auf dem Foto oben musste ich ihm unbedingt Lolas neue Fliegenmaske verkehrt herum anziehen, mit der er völlig glücklich über den Hof raste. Ihr müsst wissen, dass Joschi ein Tibet Terrier ist, eine ansich mutige, eigensinnige und äußerst wehrhafte Hunderasse. Wenn wir versuchen, Joschi zu Hause zu bürsten oder gar seine Pfoten sauber machen wollen, kämpft er gegen uns wie gegen den Endgegner. Im Stall, in Sichtweite seines Objekts der Eifersucht, ist das alles kein Problem. Okay, ein bisschen wunderlich ist das schon, ich gebe es zu, aber im Reitstall gibt es noch andere spaßige Hundegesellen. So zum Beispiel Heinz, den Hofhund, ein imposanter, mächtiger, riesiger Rüde, der sich mit Vorliebe im Schubkarren herumfahren lässt. Oder Franz, ein Macho-Pudel, der zu seinem großen Leidwesen klein und altrosa ist und, um diesen Makel auszugleichen, öfters im Handstand herumläuft, die Hinterläufe wie eine Kerze nach oben gestreckt, und aus dieser Höhe heraus sein Revier markiert. Und von allen anderen Rüden einen auf den Frack bekommt. Verständlicherweise. Dann gibt es noch die Fraktion der Pottsau-Hunde, die sich immer und ausgiebig im Misthaufen wälzen und dann alle anspringen und beschmusen wollen. Joschi hat in dieser Meute nach anfänglichen Querelen seinen Platz gefunden und ist dort sehr glücklich.

Vorgestern also habe ich ihn, gleich Lola, ausgiebig gestriegelt und mit Brot gefüttert und dann sind wir zusammen eine Joschi gerechte Runde ausgeritten. Immer schön über die Felder, ein paar Galoppaden, die Sonne schien, es war wunderbar. Joschi hatte das große Glück, unterwegs 2 Rüden zu treffen, die er in die Flucht schlagen konnte, als Reitbegleithund ist er nämlich immer besonders wichtig 😉 Nach dem Ausritt durfte er die Pferde mit auf die Koppel bringen und ein bisschen Hütehund spielen (Tibet Terrier sind, was ihr vermutlich nicht wisst, keine Terrier, wie der Name impliziert, sondern Hütehunde) und danach habe ich ihn ein Weilchen herumgetragen und alle haben zu ihm gesagt: „So ein ARMER Hund!“ Wir machen halt so unsere Späßchen mit den Hunden 😉 Als Höhepunkt er scheint Sally, eine wunderschöne Retrieverhündin, auf dem Hof, die er besonders liebt. Sally war die letzten 3 Wochen nicht auf dem Hof, weil sie heiß war. Vorgestern war die Hitze zwar vorbei, sie roch aber immer noch soooo gut und tobte mit Joschi frivol im Heuhaufen herum.

Als wir am Abend beide müde und glücklich zuhause ankamen, gab es für Joschi eine große Portion Lachs, sein Lieblingsessen. Er saugte die Schüssel binnen weniger Sekunden leer und wir spielten noch eine Runde mit seinen diversen Spielsachen. Diese riechen heute immer noch nach Fisch *grins*. Ihr hättet mal dieses glückliche Hundegesicht sehen sollen 😆

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